Bericht über die Kirchen unseres Pfarrverbandes

Der Referent des Pfarrverbandes Dachau - St. Jakob hatte einen interessanten Bildervortrag und Geschichten von unseren Kirchen vorbereitet.

So berichtete er uns von der Dachauer Stadtpfarrkirche St. Jakob, die einzig größere Renaissancekirche im Landkreis, mit ihren vielen Kostbarkeiten. Er stellte uns anhand von Bildern den prächtigen Hochaltar mit dem Bild des heiligen Jakobus auf dem Weg zur Richtstätte seines Martyriums, den doppelstöckigen Rokokotabernakel aus der ehemaligen Hofkapelle des Dachauer Schlosses, das kostbare Heilig-Kreuz-Reliquiar aus der Barockzeit, den gotischen Taufstein, die lebensgroßen Figuren der Zwölf Aposteln im Chor-und Langhaus sowie die Silberbüste des hl. Jakobus mit Brustreliquar, die nur zum Patrozinium der Pfarrkirche gezeigt wird, vor. Auch aus der Zeit als Prälat Pfanzelt noch als Seelsorger an diesem Ort wirkte, hatte er ein paar Anekdoten dabei.


Als Filialkirche darf St. Laurentius in Etzenhausen nicht vergessen werden. Die erste Kirche des heutigen Dachauer Stadtteils Etzenhausen ist bereits 804 urkundlich erwähnt. Die Bilder des Choraltar zeigt das Martyrium des Kirchenpatrons St. Laurentius, den Tod auf dem Feuerrost, am linken Seitenaltar eine Maria Immaculata und rechts die hl. Katharina auf Wolken kniend, mit Schwert und Marterrad.

In dieser Weise zeigte er uns anschaulich auch die Gottesackerkapelle im Stadtfriedhof, die Friedhofskapelle im Waldfriedhof sowie den Andachtsraum des Klinikums Dachau.

Außerdem erfuhren wir auch, dass es in Dachau kaum einen Ort gibt, der so oft gemalt wurde, wie die kleine Kirche St. Stefan in Steinkirchen. Sie liegt auf einer Anhöhe und ist ein Stück Dachauer Geschichte. Auch erzählte er uns vom sogenannten Teufelsloch im Kirchenschiff, von dem es auch eine bekannte Sage gibt.

Herr Hartmann berichtete uns zudem über die Kirche St. Leonhard in Webling, die ursprünglich im spätgotischen Stil erbaute wurde. In der Barockzeit, kurz vor dem Schwedeneinfall in Bayern sowie noch einmal um das Jahr 1700/10 wurde die Kirche innen barockisiert. Insgesamt blieb der Kirche aber ein völliger barocker Umbau erspart. Chor, Langhaus und Turmerdgeschoss besitzen ein wunderschönes Netzgewölbe. Der barocke Hochaltar der Kirche stammt aus dem Jahr 1710. Auf dem Altarblatt ist in drei Szenen das Wirken des heiligen Leonhard dargestellt und im Altaraufsatz ist ein Muttergottesbild zu sehen