Segnung des Taufbeckens und des Ambo und Weihe des Zelebrationsaltars


   Festgottesdienst zur Altarweihe

     am Sonntag, 9. November 2014, mit
    •   Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger,
    •   Erzb.Geistl.Rat Wolfgang Borm, Pfarrer und Dekan,
    •   Lic.theol. Augustin Atamanyuk, Kaplan, und
    •   Günter Gerhardinger, Diakon



Musik: “Missa ne timeas Maria”    

von Giovanni Giacomo Gastoldi (* um 1556; † 1609)    
Chor Mariä Himmelfahrt    
Chorleitung, Orgel, Kantorengesänge: Rainer Dietz    

Lektoren: Albert Hoffmann und Reinhilde Bernard    
Kirchenpfleger: Peter Schwankhart    
Pfarrgemeinderatsvorsitzender: Karl Mayrhofer    


Die liturgische Umgestaltung unserer Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt erfuhr mit der Weihe des neuen "Volksaltars" am Sonntag, 9. November, ihren Abschluss. Der bisherige Altar wurde wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Er ist wieder zum Hochaltar geworden, und der Tabernakel konnte nun wie einst 1956 auf diesem Altar platziert werden. Der neue Zelebrationsaltar ist kleiner und besteht wie der Ambo von 2007 und der neue Taufbrunnen aus prismenförmigen, 15 mm bzw. 8 mm starken Aluminiumplatten. Sie alle lehnen sich damit an Richard Hubers Gestaltung der Rückwand des Presbyteriums an. [ Entwürfe: Christoph Wollmann und Anton Mang, BDA, 81371 München  —   Ausführung: Matthias Larasser-Bergmeister, Kunstschmiedemeister und Diplom-Bildhauer, 85560 Langwied bei Ebersberg ] Der Taufort wurde aus dem südwestlichen Bereich des Kirchenschiffs nordöstlich neben den Altarraum umgesiedelt.

Die Weihe eines Altars geschieht stets in einem Festgottesdienst und ist ein außergewöhnlich eindrucksvolles Ereignis, das die meisten von uns höchstens einmal im Leben mitfeiern können.

 

 

• Zum Einzug Orgelspiel

Es brennen nur die Osterkerze als Zeichen für Christus, das Licht, um den wir uns versammeln wollen, und die Kerzen der Apostelleuchter zur Erinnerung an die ersten Zeugen, die die Botschaft Christi so in die Welt getragen haben, dass sie bis zu uns gekommen ist.

• Eröffnungslied: GL 637,1-3 „Lasst uns loben, freudig loben“
• Begrüßung
• Segnung des Wassers und des neuen Taufbeckens

• Erneuerung des Taufversprechens
• Besprengung der Gemeinde mit dem gesegneten Wasser - dazu GL 635: „lch bin getauft und Gott geweiht“
 
 
 

• Gloria (Chor)
• Tagesgebet
• Segnung des Ambo: Segensgebet, Besprengung des Ambo mit gesegnetem Wasser
 

 

• Der Bischof überreicht dem Lektor das Lektionar
• 1. Lesung
• Antwortgesang: Anton Bruckner „Locus iste“ (Chor)
• 2. Lesung
 
 
 

• Der Bischof übergibt dem Diakon das Evangeliar
• Ruf vor dem Evangelium: GL 530,1 „Halleluja“
• Evangelium
• Predigt
 

Der Weihbischof erzählte zu Beginn seiner Predigt die Fabel von den Fischen, die nicht wussten, was Wasser ist. Die ratlosen Fische sandten eine Abordnung zu einem alten, weisen, weit entfernt lebenden Fisch. Und der antwortete erst einmal mit der Gegenfrage: Ihr wisst nicht, was Wasser ist? Ihr lebt im Wasser und ihr lebt vom Wasser, und ihr wisst nicht, was Wasser ist?

Diese kleine Geschichte macht wohl auch deutlich, wie es uns Menschen mit Gott geht. Auch wir Menschen sehen Gott nicht, er ist für unseren Verstand unfassbar. Aber er wird für uns erfahrbar, weil er uns nahe ist, er lässt sich von den Menschen erfahren. Und dieser Gott beruft Menschen, sendet Menschen aus mit dem Auftrag: „Ein Segen sollst du sein.“ Die Sorge Gottes ist der Mensch. Alle Menschen sollen gut leben und gut zusammen leben. Gott ist der „Ich bin da.“ Das ist das Wesen Gottes: „Ich bin da. Mitten unter euch. Auf allen euren Wegen. Dort, wo ihr seid.“



 
 

Um das deutlich zu machen, bauen die Kirchen von Anfang an ihre Andachtsorte nicht als bloße Versammlungsräume. Nein, die Kirchen, sie sind auch für unsere Augen, für unsere Sinne gemacht, sind sichtbare Zeichen für die Anwesenheit Gottes. Die Kirchen sind ein Zeichen, ein Symbol für Gott, der da ist. Sie stehen dort, wo die Menschen leben. Um die Kirche herum haben sie ihr Dorf, haben sie ihre Stadt gebaut. Und im Gottesdienst erleben wir nicht nur einmal in der Woche eine erbauliche Stunde. Nein, da feiern wir ihn, Gott, mitten unter uns. Der Altar ist dabei nicht nur ein Möbel, das man wieder wegräumen kann. Nein, er ist ein Symbol für Christus, Christus inmitten seiner Gemeinde. Für dieses Wunderbare steht der Altar in besonderer Weise.

Der Ambo drückt etwas Ähnliches aus. Er ist nicht ein beliebiges Lesepult. Denn von hier aus wird das Wort Gottes verkündet, von hier aus begegnet Gott selbst der Gemeinde in seinem Wort. Am Ende jedes Gottesdienstes kommt noch etwas Wesentliches hinzu – die Aussendung, ein Auftrag, wie Abraham ihn bekommen hat: „Ein Segen sollst du sein.“ Das, was wir am Altar und am Ambo erfahren haben, das sollen wir hinaustragen, das sollen wir den Menschen erfahrbar machen
.
 

• Die Weihe des Altars beginnt mit der Heiligen-Litanei (alle stehen)
• Gebet des Bischofs:

„...Mache diesen Altar zu einem Ort; an dem sich die Geheimnisse unserer Erlösung vollziehen. Hier bringe dein Volk seine Gaben und Gebete dar, hier preise es dich mit dankbarem Herzen als den Schöpfer und Spender alles Guten..."

 


 

• Überreichung des Reliquienbehälters mit den Reliquien des Sel. Otto von Freising und des Sel. Kaspar Stanggassinger
• Beisetzung unter dem Altar
• Das Reliquiengrab wird verschlossen
 
 Foto: Joachim Schäfer - Ökumenisches HeiligenlexikonFoto: Joachim Schäfer - Ökumenisches Heiligenlexikon
◄ Sel. Otto von Freising, Bischof,
     ca. 1112-1158  -  Mehr...





Sel. Kaspar Stanggassinger, Priester, ►
1871-1899  -  Mehr...    

• Besprengung des Altars mit gesegnetem Wasser
• Gebet „Gott möge durch seine Kraft und seinen Geist diesen Altar heiligen. Er sei uns ein sichtbares Zeichen für das Geheimnis Christi und seiner Kirche.“
• Salbung des Altartisches mit Chrisam (dazu Orgelmusik)
 
 
 

• Auf die vier Ecken und in die Mitte des Altares (Erinnerung an die fünf Wunden Jesu) werden Dochtkreuze gelegt, über die Weihrauch gestreut wird. Die Dochte werden angezündet der Weihrauch wird verbrannt.
• Gebet: ,,Gott, wie Weihrauch steige unser Gebet zu dir empor. Und wie dieses Haus mit wohlriechendem Duft sich füllt, so fülle Christi Geist seine Kirche."

• Heilig-Geist-Lied: GL 249,1-4 „Der Geist des Herrn erfüllt das All“ (alle knien)

• Weihegebet (Bischof)
„Dieser Altar sei uns (auch) ein Bild des Herrn Jesus Christus, ...und eine festliche Tafel, um die sich die Tischgenossen Christi freudig versammeln… Dieser Altar sei ein Ort vertrauten Umgangs mit dir ... Jeder erfahre hier Gemeinschaft im Glauben und öffne sich dem Geist gegenseitiger Liebe. Dieser Altar sei die Mitte unseres Lobens und Dankens ...“
 
 
 

• Reinigen und Herrichten des Altars  (dazu vom Chor: Friedrich Silcher “Alles, was Odem hat, lobe den Herrn")
• Festliches Anzünden der Lichter am Hochaltar
• Gebet: „Christi Licht leuchte auf dem Altar, es strahle wider im Leben aller, die teilhaben am Tisch des Herrn.“
• Lied: GL 643 „O Jesu Christe, wahres Licht“
 
 
 

• Gabenbereitung (Chor: G.F. Händel „Mit Jauchzen freuet euch")
• Sanctus und Benedictus (Chor)
• Agnus Dei (Chor)
• Kommunion (dabei Orgelmusik)
 

 

• Danklied: GL 266,1-3 „Nun danket alle Gott“
• Schlussgebet
• Unterschreiben der Weiheurkunden

Die Urkunde trägt die Unterschriften von
Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger,
Ordinariatsdirektor Dr. Stefan Korta, Kanzler,
Pfarrer Wolfgang Borm,
Kirchenpfleger Peter Schwankhart
und von dem PGR-Vorsitzenden Karl Mayrhofer.
  Die Weiheurkunde kann hier heruntergeladen werden.
 
 

• Segen
• Schlusslied: GL 257,1-3 „Großer Gott, wir loben dich“
• Auszug (dabei „Concerto für Orgel in G" von C. W. Druckenmüller)
 
 
Altarraum mit dem Fastentuch von Otto Graßl - Foto vom 20.02.2015
 D.R.