Update zum "Haus der Barmherzigkeit": Eine Oase für Kinder in der Ukraine


Das Dorf Demensky liegt in der Ostukraine, im Gebiet Poltawa, ca. 200 km westlich von der Kriegsregion entfernt. Es ist ein relativ kleines Dorf ohne irgendeine Einrichtung für die Jugendlichen oder für die Kinder. Früher gab es dort einen staatlichen Kindergarten, aber seit der Wendezeit wurde der vom Staat nicht mehr finanziert und musste geschlossen werden. Das Gebäude stand leer und verkam zusehends.
Das Dach bekam Löcher, der Fußboden, die Fenster und die Türen sind im Laufe der Zeit verfault. Unsere ersten drei Bilder zeigen, wie das Haus saniert wurde.
Den Kindern und Jugendlichen fehlte jeglicher Treffpunkt. Pfarrer Andriy Bunyak hat dieses Problem gesehen und entschieden, das Haus zu kaufen. Er wollte, dass es irgendwann zu einer Oase für die verwaisten und sozial benachteiligten Kinder wird. Viele von den Kindern dort stammen aus sehr armen Familien oder sind ohne Eltern aufgewachsen.
Zwei Schwestern, Sr. Sofia Klimowska (über 70) und Sr. Magdalena Tschuhajda (über 30) aus Lviv (Lemberg) von den Barmherzigen Schwestern des Hl. Vinzenz von Paul, haben sich – dem Wunsch des dortigen Ortspfarrers folgend – entschlossen, hier das „Haus der Barmherzigkeit“ zu gründen und darin für die Waisenkinder ein Heim aufzubauen.Die Mittel erbettelten die Nonnen in verschiedenen Wallfahrtsorten und Pfarrgemeinden. Auch einige italienische Pfarreien haben sich dem Projekt angeschlossen.
Die „Bastelfrauen“ von Mariä Himmelfahrt Dachau spendeten 2013 einen Teil vom Reinerlös aus ihren Osterbasteleien und vom Palmbuschenbinden. Auch die Hälfte des Reinerlöses (1277 Euro) vom Adventmarkt 2013 kam dem Kinderheim zugute. Wir berichteten im Frühjahr 2013 und im Sommer 2013. Es gibt außerdem anonyme Wohltäter in unserer Pfarrei, die für die Kinder gespendet haben. Zusammen haben „die Himmelfahrtler“ über 2000 Euro für das Projekt aufgebracht. 2010 wurde Baumaterial für das Kinderheim gekauft. 2011 wurde das Dach neu gedeckt. 
2012 wurde das Haus umgeplant und für die Bedürfnisse der Kinder angepasst. Es ist mit einer Küche, einer Kapelle, einem Speisezimmer und ein paar Kinderzimmern ausgestattet. Heuer haben die Schwestern ein 9-jähriges Mädchen adoptiert. Es heißt Olenka. Außerdem wohnt seit 29. Oktober 2014 im Haus eine Flüchtlingsfamilie mit den drei Kindern Andrij (15), Ester und Oksana (1) aus dem Kriegsgebiet Lugansk.
Das Kinderheim ist zu einer Stätte geworden, wohin die Kinder aus dem ganzen Dorf kommen, wo sie sich wohlfühlen können. Im Sommer kommen aus der Westukraine andere Nonnen zu Hilfe mit einem Programm für die sozial benachteiligten Kinder und Jugendlichen. Der Traum vom Pfarrer und den Schwestern ist dank der Wohltäter aus Italien und Dachau Wirklichkeit geworden. Für alle Stifter und Wohltäter beten sie jeden Tag.

Wer Interesse an dem Projekt hat,
kann sich wenden an:  Kaplan A. Atamanyuk