Auf Weihnachtn zua


Geschichten, Musik und Lieder

mit Helene Doben, Querflöte
und Fanny Simperl, Violine



Es sollte ein besinnlicher Nachmittag für die Seniorinnen und Senioren von St. Jakob, Dachau, werden. Das war das Ziel der intensiven Vorbereitung für die Veranstaltung im Pfarrsaal am Mittwoch, 3. Dezember 2014. Und das gelang auch.
Zwei Schülerinnen, Helene Doben, Querflöte, und Fanny Simperl, Violine, hatten sich bereit erklärt, die adventliche Feier gemeinsam mit zwei Mitgliedern des Teams musikalisch zu gestalten.
Frau Irmgard Graßl und Frau Klothilde Huber hatten kurze, nachdenklich stimmende Texte vorbereitet. Sieglinde Kölbl hatte die Tische liebevoll mit Zweigen, Nüssen und polierten, rotbackigen Äpfeln dekoriert.
Rund 60 Besucher nahmen an den schön gedeckten Tischen Platz, auf denen Liedblätter bereit lagen. Herr Pfarrer Borm ging von Tisch zu Tisch und begrüßte die anwesenden Gäste.



Zunächst spielte das Quartett eine alpenländische adventliche Weise zur Einstimmung. Dann konnte man sich an dem reichhaltigen Kuchenbüfett bedienen. Die hausgemachten Kuchen waren wie immer von Mitgliedern des Teams und von hilfsbereiten Spenderinnen gebacken worden. Ein ruhiges alpenländisches Musikstück beendete die Kaffeerunde. Dann sangen die Zuhörer das altbekannte, vertraute Lied „Alle Jahre wieder“.

Anschließend war Zeit zum Erinnern und Erzählen. In ausgeteilten Körbchen lagen die verschiedensten Zutaten, die eine Hausfrau zur Weihnachtsbäckerei braucht. Das sollte der Anlass sein, sich darüber auszutauschen, wie es denn in der Kindheit war: Welche Sorten von Plätzchen gab es, wo wurden sie verwahrt, welche Plätzchen durften die Kinder schon vor dem Heiligen Abend probieren? An vielen Tischen unterhielten sich die älteren Leute darüber, wie sparsam es früher zu Hause zuging und wie man als Kind sich auf die weihnachtlichen Leckereien voller Ungeduld freute.
Frau Graßl las einen anrührenden Brief an das Christkind aus dem Jahre 1948 vor. Bescheiden waren die Wünsche des kleinen Bepperl: Ein paar Schusser, so viele Würste essen, wie man zwingt, und die Hoffnung, dass der Papa von der Kriegsgefangenschaft heimkommt. Die Vorleserin fügte noch eigene Gedanken an und meinte, Wunschzettel seien Spiegel der Zeit.
Die Nikolauslegende, die Frau Huber vorlas, ist zeitlos. Denn sie ruft uns dazu auf, Armut zu sehen und wie Nikolaus Gaben auszuteilen, um Not zu lindern.
Anschließend spielten die beiden Mädchen eine klangschöne Komposition aus dem Film „Aschenbrödel“, und man konnte dabei über das Gehörte nachdenken.


Mit dem gemeinsam gesungenen und musizierten Lied „Es wird scho glei dumpa“ ging der adventliche Nachmittag zu Ende.
Ursula Koch