» Weihrauch & Co. «   —
Verabschiedung der Ökumenebeauftragten für den Münchner Norden
Dr. Elisabeth Schneider-Böklen


Ein Bericht von Marianne Mayrhofer mit Fotos von Dieter Reinke

 


Im Laufe der vergangenen 10 Jahre war es zum schönen Brauch geworden, dass sich die Ökumenebeauftragten des evangelischen Prodekanates München-Nord und der katholischen Pfarreien der entsprechenden Dekanate zweimal im Jahr zu einem Austausch treffen. Die Organisation lag immer bei Frau Dr. Schneider-Böklen, veranstaltet wurde das Treffen abwechselnd in den unterschiedlichen Gemeinden.

Nach einer Morgenandacht gab es jeweils ein Frühstück. Im Anschluss daran folgten der Austausch über die Ökumenearbeit in den Pfarreien und Gemeinden und danach ein Thema, das von besonderem Interesse für die Ökumene war.
 

Am 21. März 2015 war die katholische Pfarrei St. Georg im Pfarrverband Milbertshofen Gastgeber. Es war ein besonderes Treffen, zu dem neben Frau Dr. Schneider-Böklen auch Dekan Uli Seegenschmiedt vom Prodekanat München-Nord sowie Pfarrer Rolf Merkle, Dekan des Dekanates München-Freimann, einluden. Frau Dr. Schneider-Böklen war Pfarrerin im Ehrenamt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und wurde nach 20 Jahren Ökumenearbeit in den Ruhestand verabschiedet. Die Tatsache, dass die feierliche Entpflichtung von ihren Aufgaben in einer katholischen Kirche stattfand, machte Ökumene hautnah erlebbar.
 

Das Frühstück war auch diesmal wieder köstlich und liebevoll von vielen fleißigen Menschen vorbereitet, der Tisch liebevoll gedeckt. Und auf die Gäste warteten neben den bekannten Speisen und Getränken zum Frühstück auch Spezialitäten aus dem Irak.
 

Beim Thema „Weihrauch & Co.“ beschäftigten sich die Referenten mit der unterschiedlichen Herangehensweise der Konfessionen an das Thema Weihrauch. Von katholischer Seite gab Dr. phil. Herbert Schneider, Diplomtheologe, Historiker und (katholischer) Ehemann von Frau Dr. Schneider-Böklen einen Einblick in die Historie und den Gebrauch des Weihrauchs. Seine Ehefrau stellte im Anschluss daran das Thema aus evangelischer Sicht wieder „richtig“, wie sie in ihrem Vortrag eingangs augenzwinkernd betonte.
 

Ein Abschiedslied, das speziell für den Anlass auf „das Ehrenamt von Elisabeth“ gedichtet worden war, und der traditionelle Kanon „Lobet und preiset ihr Völker den Herrn“ rundeten und schlossen das Treffen ab. Ein herzliches Dankeschön für ihre Arbeit und alles Gute für die Zukunft gilt Frau Dr. Schneider-Böklen.
 
 

Wie die Treffen in Zukunft aussehen werden, steht noch nicht fest. Es ist aber die feste Absicht aller Verantwortlichen und der Wunsch der Ökumene-Beauftragten, dass sie weitergeführt werden.