KDFB - 5-Tage-Reise ins österreichische Mostviertel

Das Mostviertel ist eine schöne, touristisch aber relativ unentdeckte, Region in Niederösterreich. Die Anreise führte über Wels – Amstetten ins Pielachtal zu einem romantischen Naturhotel. Speziell in diesem Tal gibt es viel „Dirndl“, das sind Hartriegelsträucher mit roten Früchten, die u.a. zu Marmelade und Chutneys verarbeitet werden. Sie standen in voller Blüte, genauso wie die vielen Birnbäume, deren Obst zu Schnaps und Most verarbeitet wird, daher der Name für dieses Gebiet. Am nächsten Tag besuchte die Gruppe das Erlebnismuseum „FERRUM – Welt des Eisens“ in Ybbsitz, einem frühen Zentrum der Eisenverarbeitung. Weiter ging es nach Waidhofen an der Ybbs,
einem bemerkenswerten spätmittelalterlichen Städtchen mit einer „Freisingerstraße“,da es bereits um 955 zum Besitz des Freisinger Bistums gehörte. Von der nicht weit entfernten Basilika Sonntagberg konnte man einen herrlichen Blick über das Land genießen, so weit es die Wolken erlaubten. Die erste Station am dritten Tag war das „MostBirnHaus“ in Ardagger, wo die Reisegruppe das Leben einer Birne vom Baum bis ins Glas begleiten durfte. Äußerst interessant war auch das Mostviertler Bauernmuseum, die größte volkskundliche Privatsammlung Österreichs. Ein Höhepunkt am nächsten Tag war der Besuch der Niederösterreichischen“ Landesausstellung 2015 – ÖTSCHER:REICH – die Alpen und wir“ im Schloss Neubruck, wo die Eisenverarbeitung in früheren Zeiten im Mittelpunkt stand. Völlig unbekannt war den Reiseteilnehmern dass sie während einer Bierprobe einen glühenden Bierstachel ins Glas gedrückt bekamen, der das Bier wärmer und bekömmlicher machte. Am letzten Tag besichtigte man das Benediktinerkloster Seitenstetten mit seinen barocken Kunstschätzen und einer großartigen Klosterbibliothek. Die Heimreise führte, leider im Regen, durch das herrliche Salzkammergut.
Text:Lydia Grain
Foto: Maria Anna Schulz (es zeigt die Gruppe vor dem Stift Seitenstetten)