Abschied: Herr Pfk. Studzienny im Kursana Domizil

 
 
Die Kursana GmbH gilt als einer der führenden privaten Dienstleister im Bereich der Seniorenbetreuung. Gegenwärtig beherbergt das Unternehmen in 116 Domizilen, Residenzen und Villen rund 13.600 Senioren. Das Pflegeheim Kursana Domizil Dachau liegt im Pfarrsprengel der Stadtpfarrei St. Jakob und wird daher seelsorglich von dort bereut. Pfarrer Borm, Pfk. Studzienny und Diakon Gerhardinger halten im Kursana Domizil regelmäßig im Abstand von zwei Wochen Eucharistiefeiern bzw. Wort-Gottes-Feiern. Herr Studzienny feierte mit dem Gottesdienst am 1. Juli 2015 nun aber gleichzeitig seinen Abschied von dort. Zu diesem Anlass hatte er einen Gast mitgebracht: die Madonna von Tschenstochau auf seiner Stola – das Gnadenbild der Jungfrau Maria, das in Polen als nationales Symbol und zugleich als die heiligste Reliquie verehrt wird.


 
In der Predigt führte Herr Studzienny einige Gedanken zum Abschied und Neubeginn aus. Unser ganzes Leben bestehe von Geburt an – oft unter Schmerzen – aus einem ständigen neu Beginnen und Abschied nehmen. Unser Leben schreite beständig fort, und das permanente verbindende Element sei allein der Glaube an Gott. Gott ist immer mit uns. Wie bereits bei Abraham, den Gott mit einer Verheißung zum Verlassen des Vaterlandes aufforderte, ergeht auch an uns die Aufforderung zum Aufbrechen. Gott verheißt uns Neues. Da wir etwas Vertrautes, etwas zum Festhalten brauchen, dürfen wir Gott als stützenden Halt in Anspruch nehmen. Den Aufbruch ins Seniorenheim empfinden viele als Beginn des Weges hinein in eine „letzte Station“. In Wirklichkeit ist dieser Schritt aber nur ein weiteres Vorrücken in eine neue Station von vielen Stationen: „Gott ist mit Ihnen und wird mit Ihnen sein.“ Die Bewohnerinnen und Bewohner forderte Herr Pfk. Studzienny auf, an Gott festzuhalten, ihn nicht loszulassen. Die Bewohner sollen ihre Augen und Herzen öffnen. Durch Glauben könne man „werden“, also sich entwickeln, wachsen. Im Glauben liege viel Kraft. 
 

Die Heimleitung sprach zum Schluss der Feier anerkennende Dankesworte und überreichte dem Scheidenden ein kleines Geschenk. Auch ein wunderschöner sommerlicher Blumenstrauß wurde übergeben. Die rund 40 Gottesdienstteilnehmer/innen sangen ihm am Ende ein Ständchen mit dem Text: was immer das Schicksal ihm auch brächte, was immer kommen mag, es bliebe ihm die Erinnerung an einen schönen Tag. Herr Studzienny bot schließlich sogar an, aus Trudering immer dann nach Dachau zu kommen, wenn man ihn dort um seelsorglichen Beistand anruft. Und er versicherte: „Der Priester geht zwar fort, aber der Heilige Geist bleibt.“
 
 

D.R.