Saluti da Roma - de pellegrini a Roma!

„Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen.“ Gemäß diesem Motto entstand dieses Reisetagebuch während der PV-Pilgerreise in die Heilige Stadt. Eine kleine Auswahl daraus zeigt, dass es nicht nur eine interessante, sondern auch eine erlebnisreiche Fahrt war:

9. Juni:
In Rom angekommen ging es mit dem Bus zu den Calixtus-Katakomben. Nach einer äußerst interessanten Führung durch die Katakomben feierten wir in einer Grabkammer eine Wort-Gottes-Feier.
Im Anschluss ging es im Feierabendverkehr zur beeindruckenden Basilika St. Paul vor den Mauern. Nach einer kurzen Info über die Basilika durch Günter hatten wir eine halbe Stunde, die Basilika zu besichtigen.
Daraufhin ging es ins Hotel zum Zimmerbezug und gemeinsamen Abendessen. Den Abend ließen wir bei traumhafter Kulisse auf der Dachterrasse ausklingen.



10. Juni:
Nach einem reichhaltigen Frühstück an diesem sonnigen Morgen begaben wir uns heute zu Fuß zum Petersplatz. Vor der Audienz hatten viele von uns das Glück, den Papst bei seiner Fahrt durch die Menge aus nächster Nähe zu sehen. (…)
Um 14.00 Uhr trafen wir uns mit unserer Stadtführerin Barbara und ließen uns durch Rom leiten. Angefangen führte uns der Weg von der Engelsburg über die Engelsbrücke zur Piazza Navona, wo wir eine kurze Pause einlegten. Dann ging es weiter zum Pantheon mit anschließendem Eisgenuss in einer Spitzen-Eisdiele.
Weiter ging's zum Papstausstatter Gammarelli, durch die Kirche St. Maria Sopra Minerva, vorbei an Kirchen, Tempeln und der Marc-Aurel-Säule, durch die Galleria Alberto Sordi zum Trevi-Brunnen.
Abschluss der Stadttour bildete die Spanische Treppe, die in allen anderen Sprachen "Dreifaltigkeitstreppe" heißt.

11. Juni (Vatikantag):
Wir erhielten einen umfassenden Einblick in das Bauwerk und die Ausstattung dieses imposanten Gebäudes. (…) Besprochen wurden hier unter anderem die Petrusstaue, die jeder Besucher am Fuß streichelt, der Baldachin aus Bronze über dem Papstaltar, welcher wiederum über dem Grab des Heiligen Petrus steht. Beachtung fanden auch die vier Säulen, welche die Kuppel tragen und dass der Bauplan für die Kuppel nicht ganz mit dem Bauwerk übereinstimmt. Sie wurde weiter in die Höhe gezogen. Der Durchmesser beträgt 42 m. (…)
Nach der Tour durch die unterirdische Kirche, in der viele Päpste bestattet sind, verabschiedete sich die Reiseleiterin in die Mittagspause. Wir fuhren mit dem Aufzug auf das Dach des Domes, um von dort aus die 320 Stufen auf die Kuppel hochzusteigen. Die Anstrengung lohnte sich, denn der Ausblick war grandios. (…)

12. Juni:
Heute wurden wir mit dem Bus (…) zur Basilika Santa Maria Maggiore gefahren. Barbara führte uns mit ihrem Charme und Wissen durch die Kirche. Man hat bei ihren Erzählungen von morgens bis abends nie das Gefühl, dass man von den Informationen erschlagen wird.
Nach der Marienkirche ging es weiter zur Hl. Stiege. Wir verweigerten die Erklimmung auf den Knien und gingen eine zweite Treppe aufrecht nach oben, um die kleine Kapelle anzusehen. (…)
Nach unserem wohlverdienten Mittagessen ging es zum Kolosseum und Forum Romanum. Barbara zeigte uns Bilder von "einst", wie es mal ausgesehen hat. Wenn man so vor den "Resten" steht, bleibt einfach nur noch Staunen. Was diese Leute mit geringen Hilfsmitteln aufgebaut haben, ist einfach nur riesig!

13. Juni:
Nach dem Überqueren einer Brücke waren wir im urrömischen Stadtteil Trastevere. (…) Wir spazierten durch das altrömische Stadtviertel, vorbei an der Kirche Santa Maria della Scala mit der alten Apotheke direkt rechts neben der Kirche. Wir besuchten die Kirche Santa Maria in Trastevere. Sie ist die älteste Kirche Roms, wurde im 3. Jahrhundert nach Christus erbaut und immer wieder erneuert. Die wunderschönen Mosaikwerke in der Apsis sind aus dem 12. Jahrhundert. (…)
Der Weg führte weiter an den Ruinen des Circus Maximus mit seiner ovalen Form und an den Resten des kaiserlichen Palastes vorbei. Nun stiegen wir einen Hügel bergauf zu dem berühmtesten Schlüsselloch der Welt am Eingangstor des Sitzes der Malteser. (…) Der Ausblick war überraschend sehenswert: die Stadt Rom mit dem Petersdom in hellem Licht und in seiner ganzen Schönheit.

14. Juni:
Drei der Mitreisenden zog es anschließend ein letztes Mal zum Vatikan, um die letzten Postkarten einzuwerfen und/oder doch noch den Deutschen Friedhof zu besuchen. Unterdessen marschierte der "Rest" zur Kirche Santa Maria dell'Anima, um dort am deutschsprachigen Gottesdienst teilzunehmen. Musikalisch unterstützt von einer Chorgemeinschaft lauschten wir den vertrauten Klängen der Schubert-Messe. (…) Bei der Rückkehr zum Hotel stand schon unser Bus bereit, und nach dem Verladen der Koffer ging es nun zum letzten römischen Ziel unserer Fahrt: dem Leonardo-da-Vinci-Flughafen.

(…) und so verabschiedeten sich die letzten vier am Dachauer Bahnhof mit den Worten, die in den letzten Stunden immer wieder zu hören waren: Schee war's!
 
(Fotos: Helmut Bartels)