Patroziniumsfestgottesdienst mit Abschied von zwei Seelsorgern in St. Jakob

 
 
Am 26. Juli 2015 feierte die Pfarrei St. Jakob ihr Patrozinium mit einem Festgottesdienst, der musikalisch von einem Bläsernensemble, vom Kirchenchor St. Jakob und der Orgel gestaltet wurde. Im Rahmen dieses Gottesdienstes wurden Herr Pfarrvikar Mieczysław Studzienny und Frau Pastoralassistentin Agnes Huber nach drei- bzw. zweijährigem Dienst im Pfarrverband feierlich verabschiedet.

In den Abschiedsworten von Herrn Studzienny und Frau Huber sowie der beiden Vorsitzenden des Pfarrverbandrates und der Vertreterin der Pfarrjugend wurde deutlich, dass die zurückliegende Zeit von beiden Seiten als wertvolle Bereicherung empfunden worden ist, die in dankbarer Erinnerung bleiben wird.
 

Die Ansprache von Herrn Pfarrvikar Mieczysław Studzienny am Schluss des Gottesdienstes:

Heute, am Fest des Heiligen Jakobus, durfte ich predigen – für Sie, aber auch für mich. Der zugrundeliegende Kernsatz steht in Genesis 12, 1: „Zieh‘ weg aus deinem Land … in das Land, das ich dir zeigen werde.“ Schon wieder, und das nun zum 10. Mal, wage ich einen Aufbruch. Die Stunde des Abschieds ist da. Seit 26 Jahren bin ich nun Priester, und drei Jahre davon bei Euch in dieser Gemeinde und im PV. In den nächsten Tagen ziehe ich um und wechsle die Stelle und den Ort. Ab 1. September beginne ich meinen Dienst in St. Peter und Paul in München-Trudering und St. Florian München-Riem. Ich werde weiter als Priester und Mensch dort wirken.

Heute schaue ich dankbar zurück auf die drei Jahre mit Ihnen. Es ist gut, immer wieder zurückzuschauen, damit wir unser Leben und damit uns selbst verstehen. Der dänische Philosoph Kierkegaard hat gesagt: „Das Leben wird vorwärts gelebt, aber rückwärts verstanden.“

Jetzt sage ich allen, die mitgeholfen und mitgewirkt haben, die erlösende und befreiende Botschaft des Evangeliums zu verkünden und zu leben, ein besonderes Dankeschön.

Dir, lieber Wolfgang, unserem Pfarrer und Dekan, dem Team und allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern und Gremien aus allen Pfarreien sage ich Vergelt‘s Gott für die gute Zusammenarbeit. Ich habe das Team im PV erlebt, mit dem Team gearbeitet, meine Perspektiven erweitert und Neues dazugelernt. Es war wirklich „geschenkte Zeit, geschenkte Begegnung.“

Ihnen, liebe Gemeinde, den Menschen im PV, den Gästen, mit denen ich gelebt habe, mit denen ich Freude, Schmerz, Leid, Hoffnung, Glaube und Liebe gemeinsam erlebt habe und so ein Stück des Lebensweges im Glauben mitgegangen bin: Vergelt’s Gott.

Den Kindern und Ministranten ein Vergelt’s Gott für die Herzlichkeit, die Fröhlichkeit, die Lebensfreude und den Gesang. Euer Lied des Sonnengesangs des Hl. Franziskus wird immer in meinem Herzen klingen. Einmal habe ich gesagt: „Musik ist die Sprache des Herzens.“ Mit Eurem ganzen Herzen habt ihr im Kinderchor gesungen. Der Abschied von Euch tut mir weh – ich war gerne bei Euch und mit Euch.

Dachau ist der richtige Platz meines seelsorgerischen Wirkens gewesen. Das schönste Geschenk während meines Wirkens in den letzten drei Jahren bei Ihnen, Sind Sie, Volk Gottes. Das Geschenk nahm ich ins Herz auf, und das gebe ich niemandem her. Ihnen allen sage ich Danke für Ihr Herz.

Der Apostel Paulus schrieb an die Gemeinde von Thessaloniki: „Wie können wir Gott euretwegen genug danken für all die Freude, die uns um euretwillen vor unserem Gott erfüllt?“ Diese Worte des Apostels mache ich mir heute zu eigen: Wie kann ich Gott genug danken für all das, was er uns besonders in diesen drei Jahren meines priesterlichen Wirkens hier geschenkt hat, Ihnen und mir?

Dietrich Bonhoeffer schreibt: „Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer ist die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung in eine stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel, sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.“

Zum Schluss möchte ich Ihnen das Wort des Evangeliums zurufen: „Steht auf, habt keine Angst!“ Ja, habt keine Angst vor der Zukunft! Machen wir uns miteinander an der Hand des Herrn auf den Weg und lassen wir uns von ihm führen, wo er daheim ist, in die ewige Geborgenheit seiner Liebe.
 

Die Gedanken, die Frau Pastoralassistentin Agnes Huber angesichts dieser wichtigen Station ihres Lebensweges bewegen, und die Worte der Anerkennung und des Dankes von Herrn Pfarrer Wolfgang Borm für die beiden Seelsorger, die uns verlassen, können Sie mit einem Klick hier in Erfahrung bringen.