Sigi Heigl und Abraxas zu Gast im Pfarrheim

Der Einladung zur Muttertagsfeier folgten heuer wieder zahlreiche Seniorinnen aus der Pfarrei Mitterndorf. Zu Kaffee und Kuchen gab es einen musikalischen Überraschungsgast:
"Ich freue mich über jeden der zuhört und mitsingt" ist das Motto des Volksmusikanten Sigi Heigl aus Dachau,
bekannt durch den Zitherclub Dachau und aus zahlreichen Auftritten in Volksmusikkreisen im Dachauer Land sowie Umland, mit seiner Drehorgel und seinem ständigen Begleiter, den Raben Abraxas.
   
Mit Leidenschaft und Überzeugung erfreute er uns fast zwei Stunden mit seiner Drehorgelmusik, Gitarre und Gesang in bayrischer Mundart. Sein Repertoire umfasste Volkslieder aus dem 19. und 20.Jhd., Polkas und Märsche. Er animierte uns alle mit bekannten Liedern wie "Fein sein, beinander bleibn", "Ois Guade und Scheene des wünsch`ma dia heid" und "Die Gedanken sind frei" sofort zum Mitsingen. Das Pulbikum erinnerte sich immer ganz rasch an die Melodien und stimmten fleißig mit ein. Durch lustige Geschichten und bayrische Gedichte herrste vergnügte Stimmung im Saal.
 
Herr Heigl berichtete uns auch einiges über die Geschichte der Drehorgel. Sie ist in der Volksmusik eine Rarität aus längst vergangener Zeit des 19.Jhd. Besonders in Österreich unter Kaiserin Maria Theresia und später dann in Berlin unter Friedrich von Preußen wurden sie vielfach gespielt. Über 3000 Drehorgeln spielten ehemals in Berlin und waren in der Bevölkerung sehr beliebt. In dieser Zeit entstanden viele Küchenlieder und die Moritaten im Liedgut wie ganz bekannt: "Marichen saß weinend im Garten."
  
Mit dem schönen Lied " Gut Wieder Hier Zu Sein" von Hannes Wader und dem bayrischen Defiliermarsch verabschiedete sich Herr Heigl von den begeisterten Zuhörern.
Zum Abschluss dieses gelungenen Nachmittages bekamen alle Senioren noch einen Blumengruß mit nach Hause.
(Text/Fotos: Gabi Schubert)