Eingeladen zum Fastenbrechen nach dem Ramadan

 
Wie schon in den vergangenen Jahren hatte die „Türkisch Islamische Gemeinde zu Dachau e.V.“ zum Fastenbrechen in ihre Moscheegemeinde eingeladen. Das Moscheegebäude befindet sich in der Von-Herterich-Straße im Dachauer Stadtteil Etzenhausen, ganz nah bei der Filialkirche St. Laurentius der Pfarrei St. Jakob.
 
 

Der Einladung zum 29. Juni um 21.00 Uhr waren nicht nur die Dachauer Muslime gefolgt. Insbesondere waren Teilnehmer des Dachauer Friedenszeichens vom 9. Mai mit Pfarrer Dr. Björn Mensing an der Spitze dabei. Auch eine Gruppe von Jugendlichen aus St. Peter und einige Jugendliche sowie eine Abordnung des neugegründeten AK Ökumene aus unserem Pfarrverband waren gekommen. Anwesend war sogar ein Attaché, und natürlich war der Imam da, der die Gebete sprach, ehe das Fastenbrechen um 21.25 Uhr beginnen konnte.
 

Wir wurden sehr gastfreundlich aufgenommen und führten gute Gespräche. Herr Ergün Sigmak hat das Foto vom Festmahl aufgenommen. Das fein zubereitete Menü bestand aus einer Suppe, Gulasch, Reis und Salat. Wir Christen bekamen danach noch eine Führung durch die Moschee, nachdem wir vorab jener Aufforderung Folge geleistet hatten, die da lautet: "LÜTFEN, AYAKKABILARINIZI ÇIKARINIZ. Bitte ziehen Sie die Schuhe aus." Im Erdgeschoss befindet sich der Gebetsraum der Männer, aber wir durften auch den Frauentrakt im Obergeschoss anschauen.
 

Und die anschließenden Gespräche mit den Musliminnen zogen sich bis gegen Mitternacht hin. Nebenbei war es für uns noch recht interessant zu beobachten, wie selbstbewusst muslimische Asylbewerber sich in der Moschee bewegten. Im Gespräch habe ich dazu erfahren, dass dies doch selbstverständlich sei, denn die Moschee wäre ja auch ihre religiöse Heimat.
Karin Heinze