Beschaulicher Besuch in Tirol

Klein aber fein - so könnte man die erste Station des diesjährigen Pfarreiausflugs bezeichnen. Mit Rattenberg, die kleinste Stadgemeinde Österreichs mit 414 Einwohnern auf 0,11 km² steuerte die Gruppe ein beschauliches Kleinod in Tirol an. Ein wirklich passendes spätsommerliches Wetter begleitete den vollbesetzten Bus und die reisefreudigen Gäste, zu denen sich diesmal auch Kaplan Atamanyuk gesellte. 
Vorbei an Kufstein erreichte die Gruppe diesen Ort mit mittelalterlicher Fußgängerzone, das dominiert wird durch das Schauhandwerk der Glasbetriebe. Der Ort liegt zwischen Fels und Inn am Fuß einer Burg.
 
 
Früher ein Umschlagplatz für Waren der Innschifffahrt ist das Zentrum im Inn-Salzach Stil erbaut.
Die Pfarrkirche ist dem hlg. Virgil gewidmet.Das Geburtshaus der Volksheiligen Notburga (1265-1313), die als Patronin der Dienstmägde und der Landwirtschaft gesehen wird, ist ebenfalls auszumachen.
 
Nach einem interessanten einstündigen Spaziergang durch diese ungewöhnliche Stadt ging es weiter ins Alpbachtal, ein Seitental des Inntals, das vom Alpbach durchflossen wird. Das Dorf Alpbach mit 2600 Einwohnern liegt auf einem sonnigen Plateau . Eine malerische Kulisse tat sich den Besuchern auf, denn die bezaubernde Blumenpracht brachte den Titel "Schönstes Dorf Österreichs" und "Schönstes Blumendorf Europas" ein. Da konnte man ob soviel "Postkartenmotive" nur staunen, die Gegend wird auch öfter als Filmkulisse verwendet.
Hier fand das Mittagessen als Buffet in einem gediegenen Alpenhotel statt. Wer da hungrig rauskam, war selber schuld.
 
In der Kirche von Alpbach, die den hlg.Oswald als Pfarrpatron geweiht ist, fand man sich anschließend zu einer kleinen Andacht zusammen. Hr.Atamanyuk hatte einige Gebete und Lieder vorbereitet und lud kräfitg zum Mitsingen ein, denn die menschliche Stimme ist das schönste Musikinstrument.
 
Die Fahrt durch das idyllische Alpbachtal setzte sich fort nach Kramsach. Dort wurde der "lustige Friedhof" besucht. Dabei handelt es sich eigentlich um ein in seiner Art einzigartiges Friedhofsmuseum mit Grabkreuzen und Grabsteine aus ganz Österreich und Bayern gesammelt.
 
Das wirkich Kuriose sind die Sprüche der Grabinschriften, die in ihrer markigen und teils deftigen Art von einer Zeit zeugen, die ein anderes, teils einfach dörfliches Verhältnis im Miteinander wiederspiegeln. Da wurde beim letzten Abschied teils kein Blatt vor den Mund genommen:
 
 
Auch eine amüsante Erfahrung, wo doch heute meist nur die Lebensdaten und Namen festgehalten werden. Entlang des Achensees, der den Bus doch ziemlich lang begleitete kehrte man noch zu einem Gasthof ein, wo Torte, Kuchen, Kaffee oder eine deftige Tiroler Schinkenplatte auf die Reisenden warteten.
Das Wetter war toll, die Stimmung auch, das Progarmm sowieso und die Leitung erst recht, denn wiederum kümmerte sich das Ehepaar Febel um alle Belange. Durch ihre sorgfältig vorbereiten und geplanten Routen konnte auch diesmal wieder reger Zuspruch gefunden werden..Ein herzliches Dankeschön dafür und für den geistlichen Beistand.

Mit diesen schönen Eindrücken trat man dann den Weg nach Dachau zurück an.
(Text/Fotos: Ludwig Fuß)