Inkontinenz

Ute Hönle am Mittwoch, 5. Oktober 2016





Locker und unverkrampft ging die Referentin das Tabuthema an, und sofort legte sich eine gewisse Befangenheit bei den Zuhörern. Frau Hönle arbeitet seit Februar im Sozialbüro der Gemeinde Bergkirchen. In ihrer intergenerativen Anlaufstelle berät und vermittelt sie bei vielerlei Bedürfnissen der Gemeindemitglieder. Ihr Arbeitsfeld ist umfassend, da geht es etwa um die Beschaffung eines Rollstuhls, um Pflegedienst, Ernährung, Erziehung, Schulden, Mobilität, Ärzte oder Hilfe beim Einkaufen. Als Krankenpflegerin hatte sie jahrelang bei der Caritas in Dachau gearbeitet, und sie ist deshalb Fachfrau fürs Thema „Inkontinenz“.
Gleich zu Beginn ermunterte sie die Besucher zur Gymnastikübung „Zwicken“ als vorbeugender Maßnahme. Sehr wichtig sei diese Übung besonders für Frauen, weil sie durch die Schwangerschaften mehr betroffen seien als die Männer. Ursachen für beide Geschlechter seien die altersbedingte Schwächung bestimmter Körperzonen, Stress, eine Blasenentzündung oder Veränderungen im Gehirn. Bei dauerhaften Beschwerden müsse ein Arzt die Ursache abklären. Wenn aber alle Maßnahmen versagen, gäbe es nur eines: sich schützen!


Frau Hönle hatte alle hygienischen Mittel dabei, die bei Inkontinenz schützen, und die jeweils 48 Stunden lang getestet werden sollten. Notwendig sei regelmäßiges Wechseln und altersgemäße Hautpflege. Dazu gehöre klares Wasser ohne Seife und eine schützende Creme aus der Apotheke. Sie ermunterte die Zuhörer, die ausgestellten Artikel anzuschauen und sich bei der Referentin zu informieren. Das wurde auch dankbar angenommen. Sie kam auch auf die Kosten zu sprechen. Der Hausarzt könne Material verschreiben, die Krankenkasse zahle dafür, und auch die Pflegeversicherung erstatte einen Anteil.

Zum Abschluss ermahnte sie die Seniorinnen und Senioren: „Vermeiden Sie nicht das Trinken!“ „Das hat Frau Hönle gut gemacht“, meinten die Besucher nach dieser gelungenen Veranstaltung.

Ursula Koch