Wissenswertes über Ludwig Thoma

Am 21.Januar wäre der Heimatschriftsteller Ludwig Thoma 150 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlaß fand im Pfarrheim Mitterndorf ein literarischer Abriß über das Leben des bayrischen Schriftstellers statt.
Fr.Schreiner und Fr.Hermann vom Dachauer Forum breiteten den interessierten Publikum das Leben Thomas aus, die verschiedenen Stadien aus seiner Vita.
 
Die Stadt Dachau ist eng verbunden mit dem Namen Thoma (Schule, Bier, Musikanten, Braten....). Den beiden Frauen gelang es spannend die Zeit des damaligen Rechtsanwalts Thoma in der Altstadt Dachau zu schildern, obwohl die Phase seines Wirkens ja nur ca. zweieinhalb Jahre betrug. Nachher nach München umgezogen verband den Dichter immer noch ein starkes Band mit der Kreisstadt, denn seine Freundschaft mit dem Künstler Ignaz Taschner sowie seine Jagdleidenschaft führten ihn immer wieder ins Dachauer Land. Dort lernte er auch die Lebensweise der Bauern kennen, studierte sie und brachte sie in zahlreichen Werken unter (z.B. "Erste Klasse" , "Der Ruepp" oder "Die Hochzeit").

In abwechselnden Lesungen aus den Texten von der Schulzeit Thomas, den Briefen zu Taschner, den Filserbriefen.... wurden auch die Beziehungen Thomas zu den Frauen ebenso beleuchtet wie später seine Prägung durch den ersten Weltkrieg, die in ihm die kontroverse Seite des Antisemiten zu Tage brachte. Bestimmt hatten einige Zuhörer manches erfahren, daß ihn über Thoma überraschte wie z.B. daß Ludwig Thoma ein emsiger Radfahrer war und sogar bis Italien mit dem "Velociped" kam. Manche Anektode rundeten den sehr aufschlußreichen Vortrag ab und es bleibt als Fazit den Gästen im Gedächtnis: Das literarische Schaffen ist unbestritten aber Thoma hatte eben noch viel mehr Facetten (wie eigentlich jeder Mensch).
(Text/Fotos: Ludwig Fuß)