Stadtfronleichnam

 

Alle 3 Jahre, beginnend mit dem Jubiläum „1200 Jahre Dachau“ im Jahre 2005, feiern alle Pfarreien Dachaus das Fronleichnamsfest miteinander in der Dachauer Altstadt. Eine wunderbare Geste der Zusammengehörigkeit! Und so versammelten sich auch heuer wieder zahlreiche Gläubige aus dem gesamten Stadtgebiet bei traumhaftem Wetter zum gemeinsamen Festgottesdienst auf dem Pfarrplatz. Die musikalische Gestaltung lag in den Händen der Kirchenchöre aus Hl. Kreuz und St. Jakob unter der engagierten Leitung von Dekanatsmusikpflegerin Frau Irmgard Reichl. Sehr nobel ergänzt wurden die eifrigen Sängerinnen und Sänger von den majestätisch anmutenden Klängen des Dachauer Blechbläserensembles. Anschließend bewegte sich eine sehr farbenfrohe, intensiv betende und aus ganzem Herzen singende Prozession durch die Straßen der Altstadt, vorbei an so manch liebevoll geschmückten Haus, von Altar zu Altar. Alle Litaneien auf dem Prozessionsweg und die Fürbitten bei jedem der vier Altäre waren beeindruckend aktuell formuliert. 
 
Die wunderschönen historischen Zunftfahnen aus der Zeit zwischen 1839 und 1853 und die Laternen, die während des Jahres ihr Dasein im Kirchenkeller fristen, verliehen bereits in den Tagen vor dem Hochfest dem Kirchenraum von St. Jakob eine besonders festliche Note. Der feierliche Abschluss mit dem Te Deum und dem erhabenen Geläut aller Glocken fand schließlich auf dem Rathausplatz statt. Pünktlich zur Mittagsstunde trafen sich zahlreiche Gläubige zu einer Weißwurstbrotzeit im Innenhof des Pfarrheims und ließen diesen hohen Feiertag im Gespräch in gemütlicher Runde ausklingen.  
 
Gedanken zu Fronleichnam
Das ist die kostbare Ressource der Kirche. Wir haben mehr von Christus, als wir brauchen und verbrauchen; und heute tragen wir diesen Überfluss nach draußen: So machen wir deutlich: Christus gibt sich unbegrenzt, er ist mehr als ein notwendiger Stiller meines Hungers. Die Eucharistie ist der „Überfluss Gottes“. Ein wenig Brot „genügt“ ihm, um immer wieder neu bei uns zu sein.

Text und Bilder: Wolfgang Müller