Bunte Kräuter für den Großen Frauentag

Man erzählt sich, daß nach Marias Tod Jesus mit einem Engel erschien und den Grabstein von ihrem Grab wälzte. Anstelle des Leichnams fand man im Grab nur noch duftende Blumen und Kräuter. Für die Menschen war klar: Maria war in den Himmel aufgenommen worden- das Fest "Mariä Himmelfahrt" , welches auch als "Großer Frauentag" (im Gegensatz zu Marä Geburt 8.September. als "Kleiner Frauentag") bezeichnet wird ist für unsere Eschenrieder Kirche gleichzeitg natürlich das Patrozinium. Feierlich beging die Gemeinde zusammen mit Dekan Wolfang Borm und Diakon Günter Gerhardinger den Gottesdienst, wo selbstverständlich auch die Kräuterbuschen geweiht wurden. Mit ihrer Vielfalt und der bunten Pracht, mit der Königskerze im Mittelpunkt, erreichen die Heilkräuter im Hochsommer durch die intensive Sonnenbestrahlung ihren Höhepunkt.
 
In Mitterndorf spendete Kaplan Augustin Atamanyuk den Segen.

Nach dem Kirchgang wird traditionell der Buschen, die "kleine Apotheke für den Alltag" kopfüber im Hergottswinkel aufgehängt und getrocknet. Doch zuvor braucht man natürlich erst so ein heilsames Exemplar- Kein Problem: Für den Gottesdienst wurden sie wieder den Gläubigen verkauft um sich damit auch optisch zu Ehren Marias zu präsentieren.
 

Über 70 Kräuterbuschen wurden dafür am Vortag gebunden und für Mitterndorf und Eschenried bereitgemacht. Für die kunstvollen Arrangements konnten wieder zahlreiche Helferinnen gefunden werden, die Spaß am Zusammenstellen der verschieden farbigen Heilpflanzen sichtlich hatten.

Doch um diese kleinen Kunstwerke zu schaffen müssen sie zuvor natürlich erst gesammelt werden. Um die richtigen Stellen der markanten Gewächse herauszufinden ist schon etwas Erfahrung und Freude für die Schönheiten der Natur erforderlich. Allen sammelnden, bindenden und verkaufenden fleißigen Geister ein herzliches "Vergelt`s Gott!"
(Text: Ludwig Fuß/Fotos: A.Wagner/L.Fuß)