Der Sepp und seine Rösser

Film von Dieter Hentzschel am 4. Oktober 2017
 


Gleich zu Beginn machte machte der Dachauer Filmemacher Dieter Hentzschel die zahlreichen Besucher mit einem netten Witz als „warming up“ auf sich und seinen Film neugierig. Er selbst hatte sein Werk in einem kurzen Text wie folgt vorgestellt:

„Seine Liebe zu Pferden hat Josef Gottschalks Tun zeitlebens bestimmt. Er pflegt die Tradition der ehemals als Bräurösser und wertvollen Arbeitstiere bekannten Bräurösser. Ein Frühjahr und einen Sommer lang hat ihn die Kamera des Dachauer Filmemachers Dieter Hentzschel begleitet. Ob im Alltag auf seinem Hof im Hörhammermoos, oder bei Wallfahrten und Festumzügen bekommt der Zuschauer einen Einblick in diese traditionsreiche Rösserhaltung. Im Wechsel der Jahreszeit zeigt der Film die Landschaft des Hörhammermoos ebenso wie die die tägliche Arbeit bei der Versorgung der Rösser. Ein Höhepunkt des Streifens ist der Einzug zum Dachauer Volksfest mit prächtig geschmücktem Vierergespann.“

In ruhigen Szenen und mit einfühlsamen Gesprächen mit dem Pferdehalter ist der Film gedreht. Die Zuschauer erfuhren, dass Gottschalks weiße Rösser aus der Normandie stammen. Sie konnten hören und sehen, wie liebevoll „der Sepp“ seine Tiere Tag für Tag pflegt. Für die Wallfahrten nach Kloster Scheyern und in Jesenwang müssen die Rösser ausdauern laufen, auch im Kreis herum, damit sie Kraft genug haben, den schweren Wagen mit den Scheyerner Benediktinern oder mit dem Oberbürgermeister und weiteren Ehrengästen zu ziehen. In der hauseigenen Sattlerei fertigt die Tochter das Geschirr, das zu den Festtagen den Rössern angelegt wird. Und es dauert eine Woche, bis der Schmuck für die Pferde hergerichtet ist. Wahrhaft prächtig sind dann die herausgeputzten Rösser anzuschauen! Herrliche Aufnahmen vom Spätherbst, die allseits Bewunderung hervorriefen, rundeten den eindrucksvollen Film ab

Die Besucher bekundeten ihr großes Interesse, einen weiteren Filmnachmittag mit Dieter Hentzschel erleben zu können.

Ursula Koch