Ökumenischer Abendgottesdienst in Mariä Himmelfahrt am Sonntag, 10.06.2018

 
„Der Tag, mein Gott, ist nun vergangen und wird vom Dunkel überweht; am Morgen hast du Lob empfangen, zu dir steigt unser Nachtgebet.“

Mit diesem gemeinsamen Lied endete der ökumenische Abendgottesdienst in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt am Sonntag, 10.06.2018. Das „Ökumenenetzwerk“, eine Arbeitsgemeinschaft der katholischen und evangelischen Gemeinden in Dachau, hatte die Begegnung gestaltet und unter das Leitwort „Orte der Kraft – heilige Orte“ gestellt. Den liturgischen Rahmen betreuten Pfarrer Wolfgang Borm, Pfarrer Thomas Körner und Pastoralreferentin Susanne Deininger. Die Chöre von Mariä Himmelfahrt und der Friedenskirche sowie Christiane Höft und Rainer Dietz an der Kaps-Orgel boten glanzvoll die festliche Musik dar.

In den Texten der Lesungen wurden heilige Orte genannt, die biblischen Gestalten oder Jesus Kraft zu schenken vermochten. Welche ganz unterschiedlichen Orte können aber uns und unseren Zeitgenossen heute Kraft für den Alltag bieten? Mitglieder aus dem Dachauer „Ökumenenetzwerk“ stellten den Gottesdienstbesuchern ihre Lieblingsorte vor: ein Boot, einen Badeplatz unter freiem Himmel, ein wunderschön gelegenes Gotteshaus, eine Klippe am Meer, ein Tier, eine Bergtour, den eigenen Garten, das eigene Bett. Und die Gottesdienstbesucher waren eingeladen, sich während einer stimmungsvollen Musik an ihre eigenen Lieblingsorte zu erinnern.
 

In den Fürbitten kamen unter anderen die folgenden naheliegenden Herzenswünsche vor:

♦ „Gott, du Atem des Lebens, von dir kommt die Kraft, die wir fürs Leben brauchen. Wir bitten dich, öffne uns unsere Augen und unser Herz für solche Orte und schenke uns dadurch immer wieder neue Energie.“

♦ „Gott, du Schöpfer der Welt, du hast uns viele schöne Orte geschenkt. Wir bitten dich, mach‘ uns wachsam und mutig, dass wir uns für diese heiligen Plätze einsetzen und sie erhalten.“

♦ „Gott, du bist die Liebe, durch die Taufe hast du uns zu deiner Familie gemacht. Wir bitten dich, lass uns als Christinnen und Christen näher zusammenrücken, uns dessen bewusst werden, dass du einer bist, der jeden liebt, so wie er oder sie ist.“

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es eine Begegnungsmöglichkeit bei Wein und Brot im Kirchensaal und im Pfarrgarten am Heideweg. Hier konnte man abermals ganz unmittelbar spüren, wie intensiv Ökumene gegenwärtig in Dachau gelebt wird. Von einer Zäsur oder gar von einem rückwärtsgewandten Zwist war auf dieser „unteren Ebene“ jedenfalls überhaupt nichts zu beobachten.
D.R.