Dolomitenrundfahrt und Törggelenabend des KDFB Dachau

 
Die Dreitagefahrt des Katholischen Deutschen Frauenbunds Dachau (vom 12. bis 14. Oktober 2018) führte heuer über Bozen nach Welsberg im Pustertal und danach weiter rund um die Dolomiten und nach Meran.

Auf dem Weg ins Pustertal machte der KDFB Halt in Bozen. Wir begannen den Aufenthalt mit einer Stadtführung und einem Besuch im Dom. Dort ist eine sehr schöne romanische Marmorstatue zu besichtigen, die „Stillende Madonna“ („Unsere Liebe Frau im Moos“). Sie ist eine Veroneser Arbeit aus dem 13. Jahrhundert und wird heute in der Gnadenkapelle aufbewahrt, die im 18. Jahrhundert eigens dafür hinter dem Hochaltar des Bozner Domes errichtet wurde.
 
 
Am zweiten Tag machten die Dachauer*innen sich bei traumhaften Temperaturen und Sonnenschein auf, gleich zwei von Südtirols charakteristischsten und eindrucksvollsten Naturschönheiten zu erkunden. Die Drei Zinnen, die von der UNESCO 2009 zum Welterbe ernannt wurden, und der Pragser Wildsee waren die Höhepunkte bei der Dolomitenrundfahrt. Bei der Rast oder einer Wanderung am Ufer des Pragser Wildsees, er ist Teil des Naturparks Fanes-Sennes-Prags und damit ein geschütztes Naturdenkmal, konnte man die außergewöhnliche Schönheit der Natur genießen.

Nach einem typischen Törggelenabend mit Wein, Gerichten aus der Südtiroler Bauernküche – wie „Schlutzkrapfen“ (entfernt den Raviolo ähnlich) und „Keschtn“ (mit Kastanien) – und Musik traten sie am nächsten Tag die Heimreise an.

Zum Ausklang wurde noch ein Abstecher nach Meran, der zweitgrößten Stadt Südtirols, gemacht. Hier spürt man immer noch etwas von der Donaumonarchie und der Grafschaft Tirol, deren Hauptstadt Meran bis 1420 war. Gleichzeitig vergisst man beim Flanieren auf der Promenade beinahe, dass man hier mitten in den Alpen ist. Das milde Klima und die üppige, südländische Vegetation mit Palmen und Oleander versetzen einen weiter nach Süden, und man verspürt eine mediterrane Leichtigkeit und Lebensfreude. Mit diesen Gefühlen und Eindrücken ging eine schöne Reise zu Ende.
 
 Den Bericht verdanken wir Christine Siemens und das Foto Frau Groß.