Allerheiligen

Eine Mischung aus Hoffnung und Trauer
Wir Christen sind durch die Taufe geheiligt. In der Kraft des Heiligen Geistes dürfen wir dem Wort Jesu folgen: „Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist“ (Mt 5,48). Während wir Glaubenden noch unterwegs sind, sieht die Kirche die schon am Ziel, die als Heilige verehrt werden. Deshalb feiert sie auch ihre Feste und Gedenktage. Einige Heiligengedenktage werden weltweit in der Kirche als Hochfeste begangen. Andere Heilige werden in einzelnen Ländern, Bistümern und Ordensgemeinschaften besonders verehrt. Übergroß ist die Schar der Heiligen, die im Heiligenkalender verzeichnet ist, und all jener, deren Namen nicht bekannt sind. Ihnen allen galt der festliche Gottesdienst am Vormittag des 1. November. Am frühen Nachmittag desselben Tages eröffnete Gemeindereferentin Frau Niedermeier mit dem Allerseelen-Rosenkranz in unserer noch vom Weihrauch des Festgottesdienstes erfüllten Pfarrkirche das Gedenken an unsere lieben Verstorbenen. 
 

Im Anschluss segneten Herr Pfarrer Borm und Frau Niedermaier die Gräber auf dem Alten Friedhof. Und so gehören mittlerweile Allerheiligen und Allerseelen zusammen. Das hat wohl auch damit zu tun, dass man an Allerheiligen frei hat – an Allerseelen nicht. Dadurch haben viele Menschen, die arbeiten müssen, an Allerheiligen mehr Zeit als an Allerseelen. So können sie sich an Allerheiligen mehr Zeit für ihre Liebsten auf dem Friedhof nehmen und in Ruhe für sie beten.
 
 
Ein Fest dem Allheiligen,     Wie der Fisch stromauf
dem allein Heiligen,              zum Ort des Anfangs,
dem Einen, Einzigen,           so die Wehen des Suchens
dem Meerweiten.         zur Geburt ins Leben.


Der Heilige,
Quelle am Steilberg,
tanzender Bach und Strom,
ewiges Meer.
(Albert Altenähr) 
   Text und Bilder: Wolfgang Müller