Fahrt ins Altmühltal

Eine Fahrt ins Altmühltal stand heuer auf dem Programm des Ausflugs der Pfarrei Mitterndorf. In der Frühe bei
der Abfahrt konnte sich das Wetter noch nicht so recht entscheiden, in welche Richtung es gehen würde.
Vormittags blieb es bedeckt und relativ frisch aber trocken. Die Reise wurde wieder in Begleitung von  Pfarrer
Lothar Kittelberger (bestens bewährt in den letzten Jahren) durchgeführt und endete nach einer kurzen Pause
bei Siegenburg schließlich bei Kelheim an der Anlegestelle eines Ausflugsschiffes (der "Altmühlperle"), das
die muntere Gruppe auf eine Fahrt über den Rhein-Main-Donau Kanal bis nach Riedenbrug mitnahm. Entlang der insgesamt
171 km langen Bundeswasserstraße gab es bei frischen Wind allerhand zu sehen:
 
 
So konnte bestaunt werden: Die Befreiungshalle nahe Kehlheim als  monumentaler Bau unter
König Ludwig I. ab 1842 u.a. durch Leo v.Klenze (Königsplatz in München) errichtet ,der an
die siegreichen Schlachten von 1813 bis 1815 gegen Napoleon erinnert. Bei der Schleusenanlage Kelheim
(Länge: 190m, Breite 12m) überwindet man einen Höhenunterschied von 8,40m. Sie ist damit die
größte Schleuse entlang des Kanals.
 
Vorbei an einer berühmten Tropfsteinhöhle bei Essing, die Touristen besuchen können und die wegen
ihrer Akkustik auch für Konzertaufführungen genutzt wird, konnte man die längste Holzbrücke
Europas, die über den Kanal führt, 1986 errichtet und 190m lang  erblicken. Sie ist hauptsächlich
für Fußgänger und Radfahrer gedacht und wird im Volksmund als "Tatzelwurm" bezeichnet.

Die Burg Prunn, in der eine Abschrift des Nibelungenliedes gefunden wurde "Prunner Codex" tauchte
ebenso an den malerischen grünen Hängen der frühherbstlichen Altmühllandschaft auf, wie auch
später kurz vor dem Anlegen das berühmte Kristallmuseum mit der größten Bergkirstallgruppe der
Welt (7,6 t).
 
Die niederbayrische Stadt Riedenburg im Landkreis Kelheim am Fuße der Rosenburg war dann das
Ziel für die Mittagspause. Durch die bezaubernde Altstadt gelangten wir zum Hotel zur Post.
 
 
"An Guatn" hieß es dann im "Postgwölb", wo das leibliche Wohl in gemütlicher Umgebung nicht zu
kurz kommen sollte. Der Bus führte uns dann alsbald durch kleine Dörfer mit ihren Sträßchen zum Kloster Rohr
im gleichbenannten Ort: Rohr in Niederbayern. Die Benediktineranlage ging aus dem ehemaligen Augustinerchor-
herrenstift hervor und weist mit der Kirche "Mariä Himmelfahrt" ein Kleinod barocker Kunst auf, das Bauherr Asam
von 1717-1723 errichten ließ.
 
Besondere Aufmerksamkeit verdient darin der Hochaltar mit der plastischen Darstellung von
Marias leiblicher Aufnahme in den Himmel "Theatrum sacrum". Hier kehrte man zu einer kurzen
innigen Besinnung mittels einer kleinen Marienandacht durch Pfarrer Kittelberger ein bevor...
 
...es zu Kaffee und Kuchen in den urigen Gasthof Sixt einen gemütlichen Ausklang des schönen Tages , der
am Nachmittag noch seine sonnige Seite den Gästen zeigte, kam.

Wiederum bleibt nur wieder der Dank an das Ehepaar Febel für die Organisten des tollen Ausflugs.
Sie boten den Mitfahrenden von Neuem Gelegenheit schöne Natur und gemütliches Beisammensein
harmonisch zu kombinieren.
(Text/Fotos: Ludwig Fuß)