Für die Früchte der Erde danken

Wieder einmal ist die Zeit gekommen um für den reichhaltigen Ernteertrag gebührend Gott zu danken.
In zwei feierlichen Gottesdiensten in Günding und Mitterndorf geschah das zu Erntedank mit jeweils
wunderschön arrangierten Altardekorationen, die die große Bandbreite der Gemüse/Getreide und
Obstsorten (die in unserem Klima jählich zum Glück wachsen) wiederspiegelt.




Gestaltet wurde diese Dekoration in Günding wieder vom Gündinger Gartenbauverein.
Zahlreiche Betriebe aus der Region stellten wieder einen  Ausschnitt ihrers Anbauangebots
auf Spendenbasis zur Verfügung. In seiner Ansprache ging Kaplan Augustin Atamanyuk
auf das natürliche Prinzip des Wachsens der Pflanzen ein, auf das der Mensch trotz
sorgfältiger Optimierung letztendlich keinen Einfluß haben kann. Durch Gottes Kraft sprießt
ein Samen und bringt seine für den Menschen wertvolle Frucht hervor.
Wer die Schönheit der Natur nicht sieht und dafür mit lauter Stimme dankt
müßte blind und stumm sein.
Auch dieses Jahr wurde von der kath.Landjugendbewegung (KLJB) wieder ein soziales
Projekt im Rahmen der "Minibrotaktion" unterstützt. Am Ende der Messe wurden diese
kleinen Semmeln wieder gegen eine Spende (Symbolpreis: 2 €) an die Gläubigen abgegeben.
 
Dieses Jahr geht das Geld an das Fundacion Munasim Kullakita-Projekt. Dahinter verbirgt
sich das Bemühen junge Menschen z.B. auf den Straßen von El Alto in Bolivien von der
Straße wegzubringen, die jedweder Form des Mißbrauchs (Drogen/Menschenhandel/
Kinderarbeit oder Prostituion vor allem bei Mädchen) ausgesetzt sind.
Unser täglich gut gedeckter Tisch läßt uns doch allzu leicht vergessen über unseren
"reichen deutschen Tellerrand" hinauszublicken. Dankbarkeit weicht der Selbstverständlichkeit.
Daher ist so ein Erntedanktag, der ja immer am ersten Oktobersonntag begangen wird, eine
wichtige Gelegenheit zu inneren Einkehr.
Text/Fotos: Ludwig Fuß