Die neue Kaps-Orgel wurde eingeweiht

 
Grußwort der Erzdiözese zur Orgelsegnung

Liebe Schwestern und Brüder
in der Pfarrgemeinde Dachau-Mariä Himmelfahrt!

Zunächst einmal gratuliere ich Ihnen ganz herzlich zu Ihrer neuen Orgel. Für eine Pfarrgemeinde ist es immer eine große Anstrengung, sich eine neue Orgel anzuschaffen; denn sie ist nicht nur ein kompliziertes, sondern auch ein sehr teures Instrument. Aus Ihrer Mitte haben viele Frauen und Männer geplant und tatkräftig geholfen, dass dieses neue Werk verwirklicht werden konnte. Nicht zuletzt haben viele von Ihnen großzügig gespendet. Ohne diese Spenden wäre jede Mühe umsonst gewesen. Ihnen allen ein herzliches „Vergelt’s Gott!“ dafür!

Als Menschen unserer Zeit mögen sich Einzelne fragen: Welchen Sinn hat es denn, heute noch eine solche Orgel in Auftrag zu geben? Ich glaube, dass es immer wieder wichtig ist, sich zu überlegen, was eine Orgel grundsätzlich aussagt und darstellt. Sie wird als „Königin der Instrumente“ bezeichnet. Tatsächlich ist sie ein vielfältiges und auch eindrucksvolles Instrument. In der Kirche kann sie ganz verschieden eingesetzt werden: Menschen, die aus ihrem Leben heraus zum Gottesdienst kommen, schließt sie auf, damit sie offen sein können für die Feier der Eucharistie. Sie begleitet kraftvoll oder leise den Gesang der Gemeinde zum Lobpreis Gottes, aber auch, um ihre Trauer und Klagen vor Gott zu bringen. So ist eine Orgel hervorragend geeignet, die Gemeinde im Gottesdienst und in ihrem Auftrag, das Lob Gottes zu feiern, zu unterstützen.

Mit dem neuen Instrument in Ihrer Pfarrkirche wünsche ich Ihnen viel Freude und ebenso die Begeisterung, sich von Ihrer Orgel mitnehmen zu lassen in den Gottesdienst, in das Lob Gottes hinein.

Dr. Bernhard Haßlberger
Bischofsvikar für die Seelsorgsregion Nord

 
 
Grußwort des Pfarrers zur Einweihung der Orgel

Die Freude über die Fertigstellung der neuen Orgel und ihre Segnung in einem festlichen Gottesdienst ist überall zu spüren. Es sind so viele Jahre vergangen, seit der Gedanke an eine neue Orgel geboren war. Manchmal schien es fast, als ob ihre Fertigstellung nur ein Ereignis in sehr ferner Zukunft sein würde. Aber nun ist der Tag da, und allenthalben besteht der Eindruck: Es ist ein sehr gelungenes Werk.

Viele haben dazu beigetragen, dass das Ziel nicht in Vergessenheit geriet und das Verständnis für die Notwendigkeit eines neuen Instrumentes in der Gemeinde gewachsen ist, trotz der hohen Kosten, die mit einer Neuanschaffung verbunden sind. Dazu beigetragen haben sicher auch die immer spürbareren Mängel der alten Orgel.

Es war beeindruckend zu sehen, wie viele Menschen sich mit kleinen und großen Beiträgen über die Jahre daran beteiligt haben, die finanzielle Grundlage für die neue Orgel zu schaffen, denn das ganze Instrument musste letztlich durch Eigenmittel der Pfarrei, d.h. in erster Linie durch Spenden finanziert werden.

Aber dann mussten natürlich auch gute Vorschläge kommen. Die neue Orgel sollte ja in unsere Kirche passen, sie sollte im besten Sinne des Wortes „gefällig“ sein. Aus vielen Entwürfen, Überlegungen, Beratungen schälte sich schließlich dieses Instrument der Orgelbaufirma Kaps heraus, auf das die Wahl fiel und das wir jetzt unser Eigen nennen dürfen.

Allen, die den Entstehungsprozess dieses Werkes mit ihrer Kraft, sei sie geistiger, physischer oder finanzieller Art, gefördert haben, sage ich ein ganz herzliches Vergelt´s Gott. Das gilt in besonderer Weise auch unserem Kirchenmusiker, Herrn Rainer Dietz, der über die Jahre mit vielen Ideen das Wachsen des Finanzpolsters gefördert und in vielfältiger Weise für das Ziel geworben hat.

Nun also ist es erreicht. Die neue Orgel kann ertönen. Sie wird ein wesentliches Element in allen unseren Gottesdiensten sein. Sie wird ganz sicher auch das Herz vieler Menschen erfreuen, die sich einem Konzert schöner Kirchenmusik hingeben wollen. In welchem Rahmen sie auch immer erklingt – sie möge dazu beitragen, dass Menschen im Innersten berührt werden und vielleicht wieder neu zu ahnen beginnen, dass Gott selbst ihre Sinne und ihr Herz ansprechen will, um ihnen etwas zu erzählen von der Schönheit seiner Welt, die sich auch in der Musik widerspiegeln kann, und von seiner menschenfreundlichen, frohen Botschaft, die an diesem Ort in vielerlei Weise verkündet wird. Dafür wurde die neue Orgel schließlich auch gesegnet.

Wolfgang Borm
Pfarrer
 
 
Grußwort der Kirchenverwaltung

Nicht jeder Generation ist es vergönnt, die Weihe einer neuen Orgel zu feiern und zu erleben, und es ist bestimmt keine Übertreibung, wenn ein Orgelneubau gelegentlich als Jahrhundertereignis bezeichnet wird.

Ohne bespielbare Orgel ist eine traditionelle Kirche kaum vorstellbar. Denn eine Orgel ist nicht nur ein Instrument und auch kein musikalisches „Möbelstück“. Wie der Altar, wie der Ambo im Chorraum so hat die Orgel vom anderen Ende des Kirchenraumes ihren ganz eigenen Anteil an der Verkündigung des Evangeliums, wenn sie mit ihrem Klang den Raum durchdringt und Stimmungen in Dur und Moll zum Ausdruck bringt.

Mehrere Gutachten von Spezialisten über unsere alte Orgel haben schon in den 1990-er Jahren einen schlechten Zustand des Instruments bestätigt. Von einer Renovierung wurde mehrfach und dringend abgeraten, da das Material der in der Nachkriegszeit erbauten Orgel zu schlecht sei. In der Folge beschäftigte man sich in der Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt ca. seit dem Jahr 2000 intensiv mit der Anschaffung einer neuen Orgel.

Für die Kirchengemeinde bedeutete dies, für die gewaltige Investition in ein neues Instrument genügend Kapital zusammenzubringen, zumal im selben Zeitraum die äußerst kostspielige Renovierung des Kircheninnenraums anstand. Durch verschiedene Aktionen, Spenden und Patenschaften konnten wir neben den Kosten für die Innensanierung zusätzlich fast 500.000 EUR erwirtschaften. Dieses Ergebnis übertrifft alle Erwartungen und wäre ohne die großzügige Unterstützung der ganzen Gemeinde nicht möglich gewesen.

Ich freue mich, dass viele Gemeindemitglieder dies durch Spenden und die Übernahme von Patenschaften für die Orgelpfeifen möglich gemacht haben. Für dieses Engagement zum Wohl unserer Kirche und Gemeinde gilt daher an dieser Stelle allen, die den Bau der neuen Orgel unterstützt und gefördert haben, unser herzliches Vergelt´s Gott. Mit diesem „Gemeinschaftswerk“ hat die Pfarrgemeinde bewiesen, was eine Gemeinde alles zu leisten vermag.

Heute ist es nun so weit, die ganze Kirchengemeinde kann sich freuen, dass die „Königin der Instrumente“ nach 15 Jahren Planung und 4 Jahren Bauzeit zum ersten Mal wieder in unserer Kirche in der Liturgie erklingen wird.

Ich wünsche allen Gottesdienstbesuchern, dass der feierliche Klang der neuen Orgel sie einstimmt auf kommende Gottesdienste und Orgelkonzerte in unserer Kirche, ihnen zur Freude und Gott zur Ehre.

Peter Schwankhart
Kirchenpfleger
 

 
"Eine Orgel wird gebaut –
Neue Kirchenorgel für Mariä Himmelfahrt Dachau"

Das Münchner Kirchenfernsehen (Sankt Michaelsbund) hat die Entstehung der Kaps-Orgel von Mariä Himmelfahrt begleitet und sämtliche Bauphasen dokumentiert. Die Sendung wurde am 31.10.2015 im Landesfenster von RTL Bayern ausgestrahlt. Das Video (18 Minuten) bleibt dauerhaft für jedermann unter folgender Linkadresse erreichbar:
https://www.youtube.com/watch?v=e38NIJm1oNg
    
Foto: Erwin Kopf
 
Hier geht's zum Bericht
"Festgottesdienst zur feierlichen Segnung der neuen Kaps-Orgel am Sonntag, 25. Oktober 2015"