Seit 40 Jahren: Pastoralreferenten bringen Vielfalt in die Seelsorge


Ein erfreuliches Jubiläum auch für uns im Pfarrverband Dachau - St. Jakob


Susanne Deininger Getreu dem Leitwort „Wohin ich dich auch sende, dahin sollst du gehen“ (Jeremia 1,7) werden seit 40 Jahren Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten als Seelsorger im Erzbistum München und Freising ausgesendet. Die Möglichkeit für die hauptberufliche Mitwirkung von Laien in der Seelsorge hat das Zweite Vatikanische Konzil erst 1965 geschaffen. Im Augenblick gibt es in der Erzdiözese 325 Pastoralreferenten / Pastoralreferentinnen.
Karin Heimann Weitere 60 Personen bereiten sich gegenwärtig durch ihr Studium der katholischen Theologie mit Diplom-Abschlussprüfung, mehrere verschiedene Praktika und eine studienbegleitende Ausbildung auf den Beruf vor. Die Aussendung steht am Ende des zweijährigen „Pastoralkurses“, bei dem die Pastoralassistenten i. Vorb. von erfahrenen Pastoralreferenten / -innen eingearbeitet werden.
Peter Heimann Darauf folgt schließlich noch die 3-jährige Phase der Berufseinführung. Zu den Aufgabenfeldern des oder der PR gehören vor allem die kirchliche Jugendarbeit, die Vorbereitung auf die Feier der Sakramente (Taufe, Erstkommunion, Firmung oder Ehe), die Leitung von Begräbnisfeiern, die Trauerpastoral, Religionsunterricht an Volksschulen, die Leitung von Wort-Gottes-Feiern sowie die Mitarbeit in Gruppen und Gremien der Pfarrgemeinden oder Verbände.
Konstantin Bischoff Auch in der kategorialen Seelsorge, also z.B. in Altenheimen, Krankenhäusern und für die Erwachsenenbildung, sind PR tätig. Sie alle erfüllen ihre Aufgaben in Absprache mit dem zuständigen Pfarrer eigenverantwortlich.
Im Bild links von oben nach unten unsere Pastoralreferentinnen Susanne Deininger und Karin Heimann, unser Pastoralreferent Peter Heimann und unser Pastoralassistent im Vorbereitungsdienst Konstantin Bischoff.
 

Susanne Deininger, Diözesansprecherin der Pastoralreferenten, sagte im Münchner Kirchenradio:

„ […] Wir können auch als Theologen ganz bewusst das universitäre Studium mit einbringen. Wir haben da einen wichtigen Background, und gleichzeitig sind wir durch unsere verschiedenen Lebensformen noch einmal viel vielfältiger als die Priester, die alle natürlich zölibatär leben, und können da auch mit den unterschiedlichsten persönlichen Schattierungen ganz große Vielfalt in die Seelsorge einbringen."

"[…] Bei uns in München fühlen wir uns als Berufsgruppe gewollt und anerkannt. Wir sind einfach ein fester Bestandteil der Seelsorgslandschaft. Und wir bekommen das auch von den Kirchenoberen zurückgemeldet - und genauso stark natürlich auch von den Gemeinden und von den Leuten, für die wir da sind, persönlich.“