Grandioses Chorkonzert am 6.November 2011


  Foto: Jürgen Kraus
Generalprobe

Das innige Lauda Sion von Felix Mendelssohn Bartholdy und das gewaltige Te Deum von Anton Bruckner verbindet zentrale Glaubensinhalte und die Hoffnung auf einen gnädigen Gott. Kirchenmusiker Christian Baumgartner brachte am 6. November 2011 diese in Dachau noch nie gehörten großartigen Werke zur Aufführung. Sein Entschluss für dieses Projekt war mutig und ein Wagnis.

Für den Kirchenchor war es die größte Herausforderung seit Jahren. Ungewohnte dissonante Sequenzen, höchste Töne für den Sopran, rhythmische Finessen und schwierige Fugen waren zu erarbeiten. Aber Baumgartner hielt unbeirrbar an seinem Vorhaben fest und vermittelte in straffen Proben Verständnis für diese Werke und Sicherheit beim Singen.

Das ausgezeichnete Bayerische Symphonieorchester mit über 40 jungen professionellen Musikern aus 12 Nationen hatte Baumgartner für die Aufführung gewonnen. Das Solistenquartett war mit Anna Maria Bogner, Sopran, Sigrid Horvarth, Alt, Bernhard Schneider, Tenor, und Werner Rollenmüller, Bass, hochqualifiziert besetzt.

Christian Baumgartner, der sich besonders für Bruckner begeistert, dirigierte auswendig. Mit Empathie, klaren Anweisungen und größter Konzentration feuerte er alle Mitwirkenden an. Festliche Bläserakkorde, präzise ausgeführte Tempi, virtuose Streicherpassagen, gefühlvolle Begleitung durch die Solovioline, die Klarinette und die Flöte erzeugten Dramatik.

Glanzpunkte setzten die Solisten. Anna Maria Bogner ließ mit ihrem kraftvollen, leuchtenden Sopran und ihrer Gestaltungskraft eine Ahnung von der glückseligen Ewigkeit aufkommen. Bernhard Schneider beeindruckte mit seinem strahlenden Tenor, sein flehendes Bitten um Erlösung berührte zutiefst. Sigrid Horvarths warmer Alt und der schön geführte, seriöse Bass von Werner Rollenmüller ergänzten die tragenden Solisten harmonisch. Im großartigen Schluss von Bruckners Non confundar in aeternam gab der Chor alles, um diesen musikalischen Aufschrei in den Triumph der Ewigkeit münden zu lassen.

Die zahlreichen Besucher dankten Solisten, Orchester, Dirigenten und Chor mit lang anhaltendem Beifall für diese denkwürdige, glanzvolle Aufführung.

Wir Chormitglieder sind dankbar, dass wir diese Werke lernen und mitgestalten durften. Eine lange vorbereitete Organisation, ansprechend gestaltete Plakate und übersichtliche, ausführliche Programmhefte in guter Papierqualität trugen wesentlich zum Gelingen dieses Chorkonzertes bei.
Ursula Koch