Kinderbibeltage 2011


"Engel sind Gottes Boten… Gott ist in Engeln uns nah…"

 
 

Drei Tage lang waltete an der Gröbenrieder Straße zappliges, aufgedrehtes Gewusel im Wechsel mit frohgemuter Stille. Die Pfarrei Mariä Himmelfahrt hatte vom 21. bis 23. Oktober zu den Kinderbibeltagen ins Pfarrheim eingeladen. Das Team der Kinderbibeltage hatte sich zusammen mit Pastoralassistent Konstantin Bischoff ein Programm ausgedacht, bei dem sich alles um die Engel drehte.
 
 

Bei intensiven Gruppenarbeiten mit Basteln und Spielen halfen alle, egal ob Mütter, Lehrerinnen oder Jugendliche und auch Gemeindereferentin Gudrun Beck und Kaplan Atamanyuk zusammen. Beim Theaterspielen, bei der Quizshow „1, 2 oder 3“ und noch mehr dergleichen glänzten wie in den Vorjahren die bewährten Junghimmelfahrtler.
 

Den Gesang begleiteten Frau Bischoff mit ihrer Gitarre und Rainer Dietz am Klavier. Zum Beispiel diesen:
„Keinen Schritt gehe ich allein.
Wohin ich auch gehe, wo ich auch bin,
Du schickst Deinen Engel mit mir;
Du schickst Deinen Engel mit mir.“
 

Sobald Konstantin Bischoff in der großen Runde seine Stimme erhob, erlosch jedes Mal das übermütige Getöse blitzartig und machte erwartungsvoller Totenstille Platz. Mit seinen pfiffigen Ideen und seiner forschen Dynamik zog er die Grundschulkinder wahrlich in seinen Bann. Zum Beantworten seiner Fragen flitzten die Finger nur so in die Höh‘. Seine Behauptung hatte gelautet: Engel müssen nicht immer Männer mit Flügeln sein. Eine große, verhüllte Engelattrappe hatte er dafür aufgebaut, und eine winzige Engelpuppe stand neben der Kerze mitten im Kreis, den die Kinder mit ihren Sitzteppichen gebildet hatten.
 
 
 
 

Der Abschlussgottesdienst am Sonntagvormittag begann mit der Lesung aus dem Psalm 91: „Denn der Herr ist deine Zuflucht, / du hast dir den Höchsten als Schutz erwählt. / Dir begegnet kein Unheil, / kein Unglück naht deinem Zelt. / Denn er befiehlt seinen Engeln, / dich zu behüten auf all deinen Wegen. / Sie tragen dich auf ihren Händen, / damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt.“ Dann konnten die Kinder noch einmal unter Beweis stellen, dass sie gut aufgepasst hatten an den zwei Tagen vorher. Der Rückblick ergab: Ein Engel gibt mir Kraft. Ein Engel macht mir Mut. Er kann bei schweren Entscheidungen helfen. Er kann Gottes Pläne überbringen. Ein Engel beschützt mich. Auch ein normaler Mensch kann helfen wie ein Engel. Jeder von uns kann anderen Menschen ein „Engel auf Erden“ sein.
 

Mit der Gestalt des Engels kann uns bildkräftig deutlich gemacht werden: Gott möchte uns nahe sein, möchte uns beschützen im Guten und im Schlechten:
„Er hält mein Leben in der Hand,
er hält dein Leben in der Hand,
er hält die Erde in der Hand,
er hält uns alle in der Hand.“
 

Der Gottesdienst endete mit einer für die Kinder wie für die Eltern sehr eindrucksvollen, anrührenden Geste vonseiten der drei Seelsorger: Jedem Kind wurde ganz persönlich durch ein Kreuzzeichen auf der Stirn der Segen Gottes zugesprochen.
 

Bildbericht: Dieter Reinke