Gemeinsamer Orientierungstag 2012 der Gremien des Pfarrverbands


Hans FellnerAm Samstag, 07. Juli 2012, trafen sich alle Gremien des PV im Pfarrheim St. Jakob zu einem gemeinsamen Orientierungstag mit dem Thema II. Vatikanisches Konzil und Würzburger Synode. Hans Fellner, ehemaliger stellvertretender Personalreferent unserer Diözese und selbst Teilnehmer der Würzburger Synode an der Seite von Julius Kardinal Döpfner, führte die ca. 40 Teilneh-merInnen durch den Tag. Durch seinen engagierten Vortrag, angereichert durch viele Bilder und Anekdoten und getragen von seinem unverbrüchlichen Optimismus, wurde aus dem Rückblick auf ein kirchengeschichtliches Jahrhundertereignis spürbare Ermutigung für unsere Kirche, für unseren PV heute.

Er begann mit einem Überblick über das II. Vatikanische Konzil und die Würzburger Synode (Sie erarbeitete die Umsetzung der Konzilsbeschlüsse für Deutschland).
 
Anhand von Originaltexten wurde dann in der Gruppenarbeit bald die bleibende Aktualität der Konzilsgedanken auch für die Arbeit im Pfarrverband deutlich. „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute“ (Vorwort der Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“) sind immer noch der Maßstab, nach dem Seelsorge und Gemeinde sich messen lassen müssen.
 

Die Frage, wie die Spannung zwischen gemeinsamen Veranstaltungen des Pfarrverbands und der gleichzeitigen Förderung der je eigenen, selbständigen Identität der Pfarreien gestaltet werden kann, kam dabei genauso zur Sprache wie die Frage nach dem Nachwuchs der Kirche (Was brauchen Kinder und Jugendliche von und in der Kirche?) und des Ehrenamts; oder auch die Frage: Wo sind die 20- bis 40-Jährigen?
 

Auch die Ängste der Menschen von heute, gerade im Umfeld von Wirtschaftskrise und Orientierungslosigkeit unserer Gesellschaft, kamen als Herausforderung an unsere Kirche zur Sprache.

Nach dem Mittagessen ging es weiter mit dem Thema „Was bleibt vom Konzil? Was ist zu tun?“. Auch hier wurde wieder in Gruppen gearbeitet mit dem Fokus: Unser Pfarrverband als Netzwerk. Gegenseitige Unterstützung und gute Kommunikation miteinander und mit anderen Bündnispartnern, z.B. auch der politischen Gemeinde, sind dabei wichtige Ziele. Dem Pfarrverbandsrat kommt hier eine wichtige Rolle als Koordinationsgremium zu.
 
 
Alles in allem wurde klar: Das Konzil ist nicht von gestern, es ist von den Grundgedanken her brandaktuell.
Das Konzil war / ist Anfang einer Reform. Es ist an uns, diese Reform weiterzuführen.

Der Tag wurde mit einer Wort-Gottes-Feier beendet.



Fotos und Bericht: Cornelia Niedermaier und Susanne Deininger