Pfarrfest und Abschiedsfeier zugleich - Das Patrozinium St. Jakob am 22. Juli 2012

 

Die schwungvoll gesungene und musizierte „Spatzenmesse“ von Wolfgang Amadeus Mozart, vom Kirchenmusiker Christian Baumgartner präzise dirigiert, bot die fröhliche Umrahmung des Festgottesdienstes zu Ehren des Kirchenpatrons St. Jakobus d.Ä.
 

Konstantin Bischoff verkündete in seiner Abschiedspredigt Trost und Hoffnung. In der Auslegung des Evangeliums ging er auf die Sorge der Menschen um die Rangordnung bei Gott ein. Hier, im Dasein auf Erden, sei die Rangordnung stets festgelegt; sogar vor dem Altar sei klar, wo der Priester stünde und wer neben ihm seinen Platz einzunehmen hätte. Bei Gott habe die irdische Rangordnung keine Bedeutung, jeder Mensch fände seinen für ihn passenden Platz. „So sorgt Euch nicht“, ermunterte Bischoff die Zuhörer.
 

Doch trübte Wehmut die Feier. Denn die Pfarrei musste Abschied nehmen von drei Seelsorgern und überzeugenden Boten christlichen Glaubens. In die schwere Zeit der Umstrukturierung und Neugründung des Pfarrverbandes Dachau - St. Jakob fielen die Pastoralkursjahre von Kaplan Josef Steindlmüller, Pastoralassistent Konstantin Bischoff und Diakonatsbewerber Raimund Richter. Rasch war klar, diese drei Männer mit ihren so unterschiedlichen Temperamenten stürzten sich mit großem Engagement in ihre vielfältigen und anspruchsvollen neuen Aufgaben. Sie brachten frischen Wind und Aufbruchsstimmung in den Pfarrverband und bildeten ein echtes Dream-Team.





 
Pfarrer Borm, der sie warmherzig und sehr persönlich verabschiedete, würdigte ihre Leistungen und die gemeinsame harmonische Zusammenarbeit. Pastoralreferentin Susanne Deininger, Oberministrant Alexander Hauke, Kirchenpfleger Franz Blatt und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Wolfgang Müller drückten in ihren Dankesworten aus, wie schwer der Verlust für die Pfarrei und den Pfarrverband wiegt.
 

Mit lang anhaltendem Beifall drückte die Gemeinde ihren Dank aus im Bewusstsein, dass jeder Abschied ein neuer Anfang ist.
 

 


Beim anschließenden Mittagessen im Pfarrhof saß man gemütlich und gut gelaunt bei schönem Wetter zusammen. Dazu spielten die Pellheimer Dorfmusikanten bayrisch auf und Pfarrer Borm begrüßte die Gäste reihum. Manch einer genoss bei einer Tasse Kaffee die frischen Schmalznudeln und die leckeren Kuchen und konnte sich noch einmal mit den drei scheidenden Seelsorgern unterhalten. Drei Erinnerungsbücher lagen auf und nicht wenige Gemeindemitglieder trugen ihren Dank und gute Wünsche für die Zukunft ein.
 

 
Bericht: Ursula Koch
Fotos: Dieter Reinke