Seniorennachmittag März

Wallfahrten früher und heute - Monika Wolf bei den Senioren in Mitterndorf




Mit der Wallfahrt sollte Gott gelobt und die Heiligen geehrt werden. Man wollte Dank sagen, Sühne leisten oder eine Bitte vortragen.“

„Wallfahrten früher und heute“ dieses Thema brachte uns Frau Monika Wolf am Seniorennachmittag im März näher. Sie zeigte uns Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Wandel der Zeit auf.
Die Referentin des Dachauer Forums hatte außerdem interessante Bilder und Geschichten von alten und bekannten Wallfahrtsorten aus unserer näheren Umgebung dabei. So erzählte sie uns von der Wallfahrtskapelle Maria Verkündigung und dem ehemaligen Heilbad Mariabrunn. Auch von der Zeit als Mariabrunn seine Glanzzeit durch die „ Doktorbäuerin“ Amalie Hohenester erlebte.
Wir erfuhren, dass es im Ort Taxa bei Odelzhausen eine Wallfahrtskapelle gab. Sie trug den Namen Maria Stern und nach der Legende legten „wundersame“ Hennen sogenannte Sterneier. Solche Sterneier, die noch später in der Gegend um Taxa gefunden wurden, galten stets als glückverheißendes Zeichen.
Frau Wolf berichtete uns zudem über die Wallfahrt zur seligen Edigna nach Puch. Edigna war eine Tochter des König Heinrichs I. von Frankreich und seiner Gemahlin, der russischen Prinzessin Anna von Kiew. Sie verließ ihre Heimat um einer nicht gewollten Heirat zu entkommen und kam nach langer Reise nach Puch. Sie wählte als Behausung eine hohle Linde, wo sie ihr Leben verbrachte. Die Pfarrei Mitterndorf pilgert alljährlich am Pfingstmontag zur seligen Edigna. Auch von der Pfarrgemeinde Dachau wurde 1842/43 ein Votivbild der Seligen gestiftet.
So erfuhren wir an diesem Nachmittag vieles über das religiöse Leben, die Reliquien- und Marienverehrung und die verschiedenen Wallfahrtsstätten bei uns.