Mozarts "Missa brevis in D" im Festgottesdienst zu Christi Himmelfahrt am 09.05.2013

 
W. A. Mozarts „Missa brevis in D-Dur“ (KV 194) für vier Solostimmen, vierstimmigen Chor, Violinen, Posaunen, Bass und Orgel wurde 1774 im Salzburger Dom erstmals aufgeführt.

Mozarts damaliger Chef, der Fürsterzbischof Colloredo, verlangte, dass auch eine Messfeier mit Musik möglichst nicht viel länger als 45 Minuten dauern sollte. Trotz des hieraus resultierenden Zwangs zum Kürzertreten, trotz der Notwendigkeit sparsamster Konzentration wirkt das Werk nirgends gewaltsam eingeengt. Kennzeichnend ist nur, dass Mozart in dieser Messe gänzlich auf instrumentale Vorspiele verzichtete. Und die gefällige Tonsprache machte seine 'Missa brevis' (d.h. Kurz-Messe) sogar zu einem echten "Publikumsfavoriten".




 
Kontrapunktische Verfeinerung tritt in den Hintergrund, und Schlussfugen fallen gar unter den Tisch. Dafür spielt aber die Neigung zum Umweg über die parallele Molltonart, spielen reizvolle Wendungen der Harmonien und prächtig konstruierte solistische Tonläufe eine ausgeprägte Rolle. Dezente Triller in den Solo- und Chorstimmen einerseits (besonders im 'Agnus Dei') und die Dynamik, d.h. der rasche Wechsel zwischen kraftvoll lobpreisendem „forte“ und sanft klagendem „piano“ bei den Choreinsätzen andererseits, sorgen für Herzklopfen und Ergriffenheit namentlich im 'Agnus' und beim anschließenden 'Dona nobis pacem'.

Die Missa brevis in D-Dur wirkt auch heute noch besonders feierlich und überreich an Inspiration. Im Festgottesdienst zu Christi Himmelfahrt am 09.05.2013 in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt glänzten:
Anna-Maria Bogner (Sopran), Gisela Uhlmann (Alt), Bernhard Schneider (Tenor), Rudi Forche (Bass),
der Chor Mariä Himmelfahrt
und Orchestermusiker aus Dachau und München
unter der Leitung von Rainer Dietz.
 
D.R.