Treffen der Nachbarschaftshilfen des Landkreises

 

„Ich möcht‘, dass einer mit mir geht, der’s Leben kennt, der mich versteht, der mich zu allen Zeiten kann geleiten. Ich möcht‘, dass einer mit mir geht ...“ Als diese Strophe am 4. Juni von den im Kirchensaal Versammelten gemeinsam gesungen wurde, da rief jemand spontan dazwischen: „Das beschreibt wohl auch das, was die empfinden, denen wir helfen! Das passt auch auf unsere Aufgabe.“
 

Die Gruppe, die an jenem Dienstagvormittag im Kirchensaal zusammenkam, das waren die Leiterinnen und Leiter der ehrenamtlichen Nachbarschaftshilfen im Landkreis Dachau. Sie trafen sich hier mit Günter Gerhardinger (Diakon im Pfarrverband) und Irmgard Haas (Caritas-Zentrum), um die Einsätze der kommenden Wochen zu organisieren. Die Ehrenamtlichen, sie tun etwas, „damit sich was tut.“  Das Caritas-Zentrum Dachau unterstützt und fördert die Tätigkeiten durch Aus- und Fortbildung sowie durch fachliche Begleitung. Der Caritasverband hilft darüber hinaus, die Einsätze je nach dem augenblicklichen Bedarf zu lenken, und er garantiert Versicherungsschutz für die Helferinnen und Helfer.
 
 
Nach dem gemeinsamen Frühstück überraschte die Nachbarschaftshilfe von Mariä Himmelfahrt die Geladenen zunächst mit einem spannenden Bildbericht. Frau Enzmann, Herr Schmid und Frau Haas erzählten von dem Experiment mit der allerersten Kurzzeitpflege für schwerkranke und alte Mitmenschen in den 1980er-Jahren. Die pflegenden Angehörigen sollten eine Zeit lang entlastet werden. Mit enormem Aufwand wurden damals jeweils für ein paar Wochen die Innenräume des Pfarrheims an der Gröbenrieder Straße vollständig bedarfsgerecht umgebaut. Schwester Kathi, die fachkundige Leiterin, hatte zu jener Zeit mehrere Fotoalben angelegt. Aus ihrer Bildersammlung stammten die ge“beamten“ Aufnahmen.
 
 
Frau Haas und Herr Gerhardinger gaben die Hilferufe für die nächsten Wochen, wie z.B. „Einkäufe bei der Dachauer Tafel ausliefern“ oder „Einkäufe erledigen“, bekannt. Das Altenheim Marienstift an der Schillerstraße wird bereits seit 1979 recht gut mit ehrenamtlichen Seniorenbegleiterinnen und -begleitern bedacht. Bedarf besteht nun akut im Pflegeheim Anna-Elisabeth in der Rothschwaige in Karlsfeld und im Alten- und Pflegeheim Kursana in der Freisinger Straße 45 in Dachau.
 
 
Jede und jeder der Anwesenden durfte am Schluss als Dankeschön eine Rose in Empfang nehmen. Mit der Lesung eines tiefsinnigen Gedichts, das die Beziehung der Menschen untereinander mit Bezug auf die Rose beschreibt, endete das Treffen.
 
D.R.