Theatrum sacrum

Die Pfarrkirche St. Ursula Pellheim bietet den Kirchenbesuchern zwischen Karfreitag und Christi Himmelfahrt eine Besonderheit, das „Theatrum sacrum“. Als Theatrum sacrum bezeichnet man die bildliche Darstellung der christlichen Heilsgeschichte unter Einbeziehung „theatralischer“ Effekte. Das Altarbild mit der heiligen Ursula wird zur Seite geklappt. Dann erscheint dahinter die Bühne für das Heilige Grab. Am Ende der Karfreitagslithurgie öffnet sich der Vorhang und Jesus wird im Grab liegend dargestellt. Tradition haben die vielen bunten Glas-Licht-Kugeln, die Jesus umgeben. Links und rechts neben dem Hochaltar befinden sich zwei Tafelgemälde (206 cm x 140 cm) von Anton Huber (Dachau) mit der Darstellung der Wächter. Für die bevorstehende Auferstehungsfeier muss das Theatrum sacrum noch einmal umgestaltet werden. Der Vorhang wird zum Gloria aufgezogen und es erscheint der Auferstandene. Nach Christi Himmelfahrt – bis Ende Mai – kommt unsere Marienfigur an diese Stelle. Da unsere Kirche nicht nur zu den Gottesdienstzeiten geöffnet ist, besteht für alle Interessierten die Möglichkeit, das Theatrum sacrum von Ostern bis Ende Mai zu besichtigen.

Bericht von Andrea Nauderer und Elisabeth Heckmair