Ausflug des Frauenbunds nach Grafrath

 

Der Frauenbund Dachau hat am 8. August 2013 einen Ausflug nach Grafrath unternommen.

Kirche und Kloster Grafrath wurden, einer lückenhaften Überlieferung nach, Anfang des 10. Jahrhunderts gegründet. Der Klostergründer war Graf Rasso aus dem Geschlecht der Grafen von Dießen-Andechs. Sein Gedächtnistag ist der 19. Juni. Graf Rasso, ein berühmter Ritter und Feldherr, soll übrigens die stattliche Größe von 2,5 m gehabt haben.
 
Dachau hat eine sehr lange Beziehung zum Hl. Rasso in Grafrath. Früher haben regelmäßig Wallfahrten zu dieser Kirche stattgefunden. Um 1688 wurde eine neue barocke Wallfahrtskirche erbaut. Zur Einweihung erfolgte die Erhebung der Gebeine des Kirchenstifters auf den Hochaltar.

1795 stiftete die Stadt München einen neuen Hochaltar im Rokokostil, geschaffen von Johannes B. Straub und Ignaz Günther, das Prunkstück der heutigen Wallfahrtskirche.

Über dem Tabernakel erhebt sich der Glas-Reliquienschrein mit den Gebeinen des Hl. Rasso. Er ist der Patron gegen Stein- und Bruchleiden. Zahllose vergoldete und versilberte (Nieren- oder Blasen-)Steine zeugen von der erfolgten Hilfe des Heiligen bei diesen Leiden.

Im heutigen Kloster leben zur Zeit noch vier polnische Franziskaner, die für die Seelsorge der Gläubigen verantwortlich sind.

Nach der Mittagspause im schönen Lokal "Dampfschiff" wurde noch der "Forstliche Versuchsgarten" besichtigt. Hier gibt es einen Waldspaziergang der besonderen Art. Seit dem 19. Jh. haben Botaniker Pflanzen aus aller Welt hier angesiedelt, z. B. Mammutbäume, die inzwischen ein stattliche Größe erreicht haben, und japanische Gewächse, die hier prächtig gedeihen.

Die Fotos stammen von Annemarie Lublasser.

Lydia Grain