An einem Sonntag im Oktober 2013 ...

erklang zum letzten Mal die Staller-Orgel aus dem Jahr 1959; sie wird ab 16. Oktober abgebaut;
sind zehn neue Ministranten feierlich in ihr schönes Amt eingeführt worden;
nahmen auch viele Plüschtiere am Ökumenischen Kleinkindergottesdienst im Kirchensaal teil;
öffnete St.Jakob während des Herbstmarkts die Türen und lud zum Innehalten und Durchschnaufen ein;
spielte das EIDOS-Quartett in der Kirche Kompositionen von Schostakowitsch und Mozart;
gestaltete die Dachauer Gruppe von AMNESTY INTERNATIONAL den Abendgottesdienst gemeinsam mit
       dem Gospelchor der Friedenskirche

... in Mariä Himmelfahrt

 

Die nicht mehr reparable Orgel der Firma Staller aus Grafing besaß zwei Manuale und 28 Register. Sie wurde am 26.07.1959 von Diözesanmusikdirektor Prälat Heinrich Wismeyer eingeweiht. Wismeyer war langjähriger Domorganist in München und Professor für Kirchenmusik.
Die neue Orgel wird von der Fa. Kaps aus München-Pasing gebaut. Die Orgelweihe sollte ursprünglich am 9. November 2014 mit Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger stattfinden. Weil die Firma Kaps den Fertigstellungstermin nicht einhalten kann, wird das nun voraussichtlich erst in der Osterzeit 2015 geschehen.
 
 

 Und so sahen die Einladungen zu den besonderen Veranstaltungen des 23. Oktober aus:

 


                                          
Die Kinder dürfen und sollen bitte ihr Lieblingsplüschtier mitbringen. Im Anschluss sind die Familien noch eingeladen zu Kaffee und Kuchen.
 
 
O f f e n e    K i r c h e    a m    M a r k t s o n n t a g
Unter diesem Motto werden die Marktbesucher in die Pfarrkirche St. Jakob eingeladen zum Innehalten, Durchschnaufen vom Marktbetrieb, zum Beten und zum Nachdenken. Es gibt eine Kinderecke, außerdem wird die Kirche zu einem bestimmten Thema gestaltet:  FRIEDEN.
Wenn Sie Interesse haben: "Komm und sieh." (Joh 1,46)
Termin: 13.10.2013, 11:00 - 17:00 Uhr
 
 
 
EIDOS-Streichquartett in Mariä Himmelfahrt
Am Sonntag, 13. Oktober 2013, um 17:00 Uhr findet in der Pfarrkirche (Am Heideweg 1) ein Konzert mit dem EIDOS-Streichquartett statt. Programm: „Zum Gedenken an die Opfer des Faschismus und des Krieges“ von Dmitri Schostakowitsch (1906-1975) und Adagio und Fuge c-Moll KV 546 von W. A. Mozart. Das 2003 in München gegründete EIDOS-Quartett besteht aus vier Profimusikern, denen namhafte Kritiker größte Anerkennung zollen. Der Eintritt ist frei.
Schostakowitschs Werk, sein Streichquartett Nr. 8 c-Moll op. 110, entstand 1960 innerhalb einer Woche in dem kleinen Kurort Gohrisch im Elbsandsteingebirge (damals DDR). Bei ihm war gerade eine gravierende Rückenmuskelerkrankung diagnostiziert worden; zudem hatte er noch einschneidende Erinnerungen an den Krieg und an Sanktionen durch das Stalinregime, an Repressalien und Bevormundung zu verarbeiten. Der Untertitel „Zum Gedenken an die Opfer des Faschismus und des Krieges" stammt nicht vom Komponisten; er wurde von den Sowjetbehörden nachträglich durchgesetzt. Bei der Niederschrift schwebte Schostakowitsch wohl vor, dass dieses Selbstzeugnis gleichsam für seinen eigenen Nachruf oder für sein Grabmal stehen könnte. In einem Brief schrieb er: »Ich dachte darüber nach, dass, wenn ich irgendwann sterbe, kaum jemand ein Werk schreiben wird, das meinem Gedenken gewidmet ist. Deshalb habe ich beschlossen, selbst etwas Derartiges zu schreiben. Man könnte auf seinen Umschlag auch schreiben: ‚Gewidmet dem Andenken des Komponisten dieses Quartetts’.«
Die II. Violine startet mit der Tonfolge D-Es-C-H. Diese ergibt seine musikalische Signatur „D.SCH.“, es sind die Initialen des Komponisten in deutscher Schreibweise. Sie bekräftigen das autobiografische Element der Komposition. Die Sätze des Quartetts – es dauert gut 20 Minuten – lauten: Largo - Allegro molto - Allegretto - Largo - Largo.
Ausführende:
Elisabeth Einsiedler und Ingeborg Stralendorff, Violine • Sandor Farkas, Viola • Birgit Muhr-Spanhel, Violoncello
 
 
 
"… gegen das Vergessen“ 
Der Gottesdienst am Sonntag, 13.10.2013, um 19:00 Uhr wird zusammen mit der Dachauer Gruppe von AMNESTY INTERNATIONAL gestaltet. Wir erfahren etwas über die Arbeit der Menschenrechtsorganisation und das aktuelle Engagement der Gruppe. Der Gottesdienst ist all jenen gewidmet, die weltweit unrechtmäßig angeschuldigt, verfolgt und inhaftiert sind. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, bei einem Glas Wein und einem kleinen Imbiss mit den Gruppenmitgliedern zu reden und Näheres über die Arbeit von AMNESTY zu erfahren. Musikalische Gestaltung: Gospelchor der Friedenskirche.