Erntedank

 
  
Erntedank 2013 in St. Jakob

Der etwas „andere, zweigeteilte“ Erntedankaltar in St. Jakob führte mit markanten Bildern noch einmal das verheerende Hochwasser in Niederbayern und seine furchtbaren Auswirkungen für alle Betroffenen vor Augen. Er mahnte den Betrachter auf sehr eindringliche Art und Weise zur Bewahrung der Schöpfung und zur Dankbarkeit für alle empfangenen Gaben aus Garten, Feld und Flur.

 

Text und Bilder: Wolfgang Müller

 

Sich bücken …

 

Bückt sich noch jemand nach Ähren, die der Mähdrescher liegen ließ und vergaß?

Bückt sich noch jemand nach dem Brotstück, das vom Vorspeisen- oder Käsebuffet fiel?

Es war sowieso nicht die Sorte, die ich mag.

Das Frühstücksbuffet im Urlaub war üppiger.

Muss noch jemand sein Brot essen im Schweiß seines Angesichtes wie einst Eva und Adam?

Gut, dass wir hier in paradiesischen Zeiten leben und Brot haben in vielen Sorten!

Ohne Scham können wir das vertrocknete Brot entsorgen und uns auf frisches freuen.

Da stört die Tatsache, dass sich welche wieder bücken müssen nach Brot.

Weil das Geld nicht reicht, die Schulden drücken, die Kinder Hunger haben, man sich der Armut schämt.

Was immer galt, gilt auch heute wieder:
Wer Brot hat, sei dankbar und teile.
 

Verfasser unbekannt