Glaube/Aberglaube

Glaube und Aberglaube - Ein Vortrag von Anni Härtl am Seniorennachmittag



„Glaube und Aberglaube“ – Dieses Thema brachte uns Fr. Anni Härtl am Seniorennachmittag näher.
Glaube und Aberglaube findet sich in allen Kulturen wieder.
Von Geburt bis zum Tod, vom Jahresanfang bis zum Ende, von Region zu Region unterschiedlich.

Aberglaube schlummert ein bisschen in jedem von uns: wir drücken Daumen, wünschen toi, toi, toi, lesen Horoskope.
Ein Alltag ohne Aberglauben ist fast undenkbar. Meist sind diese Rituale Jahrhunderte alt.

Der älteste Beleg für den Begriff Aberglaube findet sich im 12. Jh. wieder.
„Aber“glaube bezieht sich auf das „Entgegen“.
Egal, an was man hierbei „glaubt“, man ist sich nie sicher, ob der Glaube wirklich etwas nützt. Kompromisse sind unumgänglich.
Man versucht irgendwie die Zukunft zu beeinflussen, bleibt aber unsicher und auf das „Glück“, oder besser den „Zufall“, angewiesen.
Die Angst vor dem was kommt, bleibt bestehen.

Der christliche Glaube orientiert sich an Jesus. Dabei ist er kein unsicheres Gefühl. Glaube ist etwas Festes, ein vollständiges Vertrauen auf Gott.

Dort wo der Aberglaube aufhört beginnt der Glaube.

Glücksbringer wie das vierblättrige Kleeblatt oder der schwarze Kaminkehrer sind allen wohl bekannt.
Mit den Schafen zur Linken oder den Fraisenbändern wird es schon fraglicher.

Belustigend sind auch die Eigenschaften, die dem Geburtstag-Wochentag zugesprochen werden:
Montag - gescheit
Dienstag - reich
Mittwoch - redselig
Donnerstag - zornig
Freitag - müssen sich alles erkämpfen
Samstag - nehmen es mit der Sauberkeit nicht so genau, sind aber Muttergotteskinder, für den Klosterberuf geeignet
Sonntag - Herrgottkinder, in jeder Richtung begnadet, können Geister und Hexen erkennen

Gerne laden wir Frau Härtl zu einem weiteren Vortrag zu diesem Thema wieder ein.