Krankengottesdienst des Pfarrverbands am 3. Mai 2014

 

Zweimal im Jahr, in der Oster- und in der Adventszeit, organisiert die Nachbarschaftshilfe den vielgeliebten Krankengottesdienst. Hierzu werden Kranke und Betagte aus dem ganzen Pfarrverband eingeladen und außerdem alle jene, die von der Nachbarschaftshilfe oder dem Caritas-Zentrum („Essen auf Rädern“) betreut werden. Gehbehinderte – auch im Rollstuhl oder mit Gehwagen und obendrein mit Begleitperson – können durch den Fahrdienst der Caritas mit einem Kleinbus abgeholt und wieder heimgebracht werden. Am 3. Mai 2014 hat der Pfarrverband wieder solch einen Gottesdienst gefeiert.
 
 
„Wir wollen alle fröhlich sein in dieser österlichen Zeit, denn unser Heil hat Gott bereit‘.“ So lautete die Eingangsstrophe des Eröffnungsliedes, und dies war auch der Leitgedanke, unter den Herr Pfarrer Borm die Feier insgesamt stellte – nämlich schlichter und salopper gesagt: „Ostern ist schön!“
 
 
In der Predigt verglich Pfarrer Borm die Christen von heute mit den Emmausjüngern aus dem Evangelium. Lukas schildert bekanntlich, wie Kleopas und ein zweiter Jünger am Tag nach Pessach von Jerusalem nach Emmaus gewandert und dabei dem auferstandenen Jesus begegnet sind, ohne ihn jedoch zu erkennen. Unterwegs hat Jesus ihnen den Sinn der Worte der Heiligen Schrift erschlossen. In Emmaus angekommen, luden sie den Begleiter ein, bei ihnen zu bleiben. In dem Augenblick, als Jesus beim Abendessen das Brot genau so brach, wie er es auch beim „Letzten Abendmahl“ mit seinen Jüngern getan hatte, erkannten sie ihn. Sofort kehrten sie daraufhin nach Jerusalem zurück, um den Aposteln und den anderen Jüngern von der Begegnung zu berichten.
 
 
Das, was die Jünger erleben, ist nicht Einbildung, ist aber zunächst auch noch kein Beweis für die Wahrhaftigkeit der Auferstehung. Doch die Vorgänge führen letztlich zur Vergewisserung. Durch den Glauben erhält die Beziehung zu Christus ein neues Gesicht. Der Glaube braucht keinen anfassbaren Beweis. Der Auferstandene lebt in einer Dimension, die nur das Herz begreifen kann. Wenn auch die Auferstehung vermeintlich nicht „beweisbar“ ist, so ist und bleibt sie doch prägend für das Leben, für unser Leben. Und das Erlebnis der Eucharistiefeier ist somit auch bis heute immer wichtig und unentbehrlich.
 
Auch dieses Mal hatten wieder die rührigen und kunstgeübten Hände der Damen von der Nachbarschaftshilfe wohlschmeckende Torten gebacken, köstlich duftenden Kaffee bereitet und eine prächtige Tischdekoration gezaubert. Jede Besucherin und jeder Besucher durfte ein handgemachtes, aus Perlen auf leichten Draht aufgezogenes kleines Kreuz mit heim nehmen – und sogar noch bei Bedarf ein zweites für jemanden, der nicht hatte teilnehmen können. Und jeder bekam von den Ministranten ein Faltblatt mit dem Emmaus-Bild aus dem Rosenberger Altar von Msrg. Sieger Köder samt Homilietext als Geschenk. So klang der Nachmittag für alle aus, wie er begonnen hatte: „Wir wollen alle fröhlich sein in dieser österlichen Zeit …“
Große Anerkennung und herzlichen Dank allen Helferinnen und Helfern und natürlich auch Herrn Pfarrer Wolfgang Borm, Herrn Diakon Günter Gerhardinger, dem Mesner Ulrich Einzinger, dem Mann am Klavier Engelbert Foerster sowie den Ministrantinnen und Ministranten.

D.R.