6-Tage-Reise des Katholischen Frauenbundes Dachau nach Polen

Herr Pfarrvikar Mieczyslaw Studzienny, vom Pfarrverband Dachau-St. Jakob, der selber aus Krakau stammt, war ein äußerst versierter Reiseleiter für die Gruppe. Die erste Zwischenstation war Breslau. Von dort ging es am nächsten Tag zur wichtigsten Pilgerstätte in Polen, zum Kloster Tschenstochau, mit seinem berühmten Gnadenbild von der Schwarzen Madonna. Die Hl. Messe dort, zelebriert von Pfarrvikar Studzienny war für alle sehr beeindruckend.

Des weiteren besichtigte die Reisegruppe das älteste Salzbergwerk Europas. Ein Rundgang führte in eine Tiefe von 135 m und verlief rund 3 km weit durch Stollen und Gänge. Am nächsten Vormittag stand die Besichtigung der wunderschön renovierten Stadt Krakau auf dem Programm mit Besuch des komplett restaurierten Jüdischen Viertels und des Wawelschlosses auf einem Hügel über der Weichsel. Ein Teil der Gruppe besichtigte am nächsten Tag das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz und war allein schon schockiert über den Umfang dieses riesengroßen Lagers. Der andere Teil der Gruppe fuhr in die Kleinstadt Wadowice, um dort das Geburtshaus von Karol Woityla, dem späteren Papst Johannes Paul II., zu besuchen. Während der Reise wurde dieser Papst in Rom heilig gesprochen (zusammen mit Papst Johannes XXIII.), und er erfuhr aus diesem Grund an vielen Orten in Polen besonders große Verehrung. Am Nachmittag ging es zurück nach Breslau zu einer Besichtigung der dortigen Sehenswürdigkeiten. Nach der Zerstörung im Krieg erstrahlen heute wieder viele historische Bauten im alten Glanz.

Auf dem Heimweg wurde in Swidnica noch die außergewöhnliche Friedenskirche besucht, die nach dem Dreißigjährigen Krieg für die vertriebene protestantische Gemeinde wie ein Fachwerkhaus erbaut wurde und bis heute unverändert erhalten geblieben ist. Nach rund 2000 km Fahrt kehrte die Frauenbundgruppe mit ganz vielen neuen und überraschenden Eindrücken wieder nach Hause zurück.


 
Text und Foto
Lydia Grain