Neugestaltung des Altarraumes in Mariä Himmelfahrt

 
Diese Seite zeigt auf den Fotos den Stand vor dem Umbau. Zum Stand ab November 2014 bitte hier klicken.
 

Die Renovierung unseres Kirchenraumes wurde vor einigen Jahren weitgehend abgeschlossen. Man kann sie als gelungen bezeichnen. Im Rahmen der Renovierung wurde der Kirchenraum unter Denkmalschutz gestellt, was in der Folge für uns bei einer neuen Altarraumgestaltung gemäß dem II. Vatikanischen Konzil erhebliche Probleme aufwarf.
In vielen intensiven Gesprächen mit Vertretern des Bau- und Kunstreferates der Erzdiözese und den Architekten Mang und Wollman, die bereits die Renovierung erfolgreich durchführten, haben wir nun für den Altarraum eine Lösung erarbeitet, die auch den Richtlinien bezüglich der Gestaltung liturgischer Orte bei Neu- und Umgestaltungen des Altarraumes entspricht.
 

Diese Richtlinien besagen im Wesentlichen:

Der Altar ist Zentrum des christlichen Gottesdienstes. Die Ausführung von Altar, Ambo, Priestersitz und anderer liturgischer Ausstattungen sollen gestalterisch anspruchsvoll, eigenständig und qualitätvoll sein und mit der Architektur und der künstlerischen Ausstattung des Bestandes harmonieren. Die Gestaltung soll in Form und Material unserer Zeit entsprechen, liturgietheologische Vorgaben sind zu berücksichtigen und die Neugestaltung ist unter Verwendung der Ausdrucksmittel zeitgenössischer Kunst von Architekten oder Künstlern durchzuführen.

Der Altar ist der Tisch des Herrn, auf dem das Gedächtnis seines Todes und seiner Auferstehung gefeiert wird. Für die Eucharistiefeier, wie sie das II. Vatikanische Konzil erneuert hat, soll der Altar in heutigem Verständnis und in modernen Formen gestaltet sein.
Er soll „feststehend“ sein, das bedeutet, er ist mit dem Boden dauerhaft verbunden. Der neue Hauptaltar muss frei stehen, sodass der Priester der Gemeinde zugewandt die Eucharistie feiern kann. Der Altar soll leicht umschreitbar sein.
Der Altar, auf dem die Gemeinde ihre Eucharistie feiert, ist der Hauptaltar. Bestehende Altäre („Hochaltar“ oder „Seitenaltäre“) sind würdevoll zu respektieren.

Im Altarraum muss, für die ganze Gemeinde gut sichtbar, ein Kreuz stehen. Es kann auch als Prozessionskreuz, z.B. beim Einzug verwendet werden.

Die Altarleuchter sind, wenn möglich, als Bodenleuchter zu konzipieren. Wenn möglich sollen sie auch als Prozessionsleuchter verwendet werden können.
 

Der Ambo als zweites Zentrum des christlichen Gottesdienstes, als Tisch des Wortes Gottes, soll in Beziehung zum Altar gestaltet sein, an einem geeigneten Platz im Kirchenraum stehen und als Ort der Wortverkündigung deutlich hervortreten. Um eine Evangelienprozession, die den Höhepunkt des Wortgottesdienstes unterstreicht, zu ermöglichen, soll der Ambo in einiger Entfernung vom Vorsteherplatz eingerichtet werden.
Altar und Ambo gehören zusammen, bleiben aber zwei, voneinander verschiedene, jedoch einander zugeordnete liturgische Orte. Eine Einheit im formalen Bereich ist daher sinnvoll, gestalterische Elemente und die Wahl des Materials unterstreichen diese Einheit.

Im heutigen Liturgieverständnis muss auch der Priestersitz, der Platz des Leiters des Gottesdienstes, deutlich erkennbar sein. Der Vorstehersitz muss nicht im Zentrum, aber klar im Bereich des Altarraumes aufgestellt sein.

Die Kredenz: das Tischchen oder die Wandkonsole dient zum Abstellen der Gefäße (und Gaben), die zur Gabenbereitung gebracht und nach Abschluss des Gottesdienstes wieder zurückgestellt werden.

DerTaufort: In der Taufe werden Menschen in die Gemeinschaft Christi und seiner Kirche aufgenommen. Deshalb soll das Taufbecken im Altarbereich oder an einer anderen geeigneten und würdigen Stelle aufgestellt werden. In jedem Fall soll es möglich sein, dass sich eine Taufgemeinde am und um das Taufbecken versammelt. (Daneben steht, außerhalb der österlichen Zeit, der Leuchter mit der Osterkerze). Der neue Taufort in Mariä Himmelfahrt wird sich im linken unteren Bereich der Treppenanlage zum Altarraum befinden.
 

Anstehende Baumaßnahmen
Die Neugestaltung der liturgischen Orte in unserer Kirche Mariä Himmelfahrt kann nun verwirklicht werden. Im September und Oktober 2014 werden die bautechnischen Maßnahmen vorgenommen. Hierbei wird der "alte" Altar um ca. 90 cm nach hinten verrückt. Die obere Treppenanlage wird um ca. 1 m verkürzt. Dadurch entsteht um den neuen Altar genügend Platz, um ein Umschreiten zu ermöglichen. Der Ambo wird auf die rechte Seite versetzt. Der Tabernakel findet auf dem "alten" Altar seinen neuen (ursprünglichen) Platz. Ein Vortragekreuz findet einen festen Standort rechts neben dem Ambo.

Während der Baumaßnahmen ab 17. September 2014 bis Ende Oktober ist mit erheblichen Behinderungen zu rechnen. Wir werden deshalb für diese Zeit ab 21. September 2014 mit den Sonntagsgottesdiensten in unser Pfarrheim an der Gröbenrieder Straße 13 ausweichen. Die feierliche Weihe des neuen Zelebrationsaltares (Volksaltares) und die Segnung des neuen Taufortes wird am Sonntag, 09.11.2014, durch Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger erfolgen.

Die Fotomontage (unten) der Architekten Mang & Wollmann BDA zeigt, wie der Altarraum dann aussehen soll.
 
 
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