Jung begegnet Alt

Firmlinge bei den Senioren am Mi. 2. März 2016

10 Jugendliche besuchten die Veranstaltung der Seniorenrunde „Miteinander-Füreinander“ im Pfarrsaal von St. Jakob. Im Rahmen ihrer Vorbereitung auf die Firmung sollten sie ein soziales Projekt kennenlernen. Pastoralassistentin Susanne Deininger hatte sie dafür interessieren können.

Acht Mädchen und ein Junge (später kam noch ein Zweiter dazu) stellten sich kurz vor. Dann nahmen sie ihre Plätze ein, die sie leicht fanden, denn auf den Tischen waren Namenskärtchen aufgestellt.

Dabei lag ein Zeitungsausschnitt, in dem die Veranstaltung mit den Firmlingen ausführlich angekündigt worden war. Die Tischnachbarn ermunterten die jungen Leute, sich am köstlichen Kuchenbüffet reichlich zu bedienen. Und schon kam das Gespräch in Gang. Einige Seniorinnen und Senioren hatten Fotos von ihrer Erstkommunion und ihrer Firmung dabei. Sie erzählten, dass man zu ihrer Zeit noch keine festliche Kleidung für diese wichtigen kirchlichen Anlässe kaufen konnte. Also wurde zu Hause genäht, oder der Schneider bzw. die Schneiderin fertigte den Anzug oder das Kommunionkleid. Dazu gab es Geschichten vom Religionsunterricht, in dem Beichte, Kommunion und Firmung vorbereitet wurden. Da sei es streng zugegangen, und man hätte oft Angst gehabt, wenn man nicht ganz nüchtern bei der Kommunion war. Denn das sei als eine Sünde untersagt gewesen. Auch vor dem Beichten habe man sich immer gefürchtet. Bagatellen, wie „ich habe genascht“, habe man beim Probebeichten immer gestanden. Über diese Berichte wunderten sich die Jugendlichen. Sie schwärmten von ihrer Freizeit in Königsdorf, die sie von Freitag bis Sonntag verbringen durften. An vier halben Samstagen werden sie intensiv auf die Firmung vorbereitet. Da wird religiöses Wissen vertieft und die Bedeutung des Sakramentes der Firmung herausgestellt. Damit der Ablauf des Gottesdienstes sich einprägt und Glaube öffentlich gelebt wird, sind 10 Gottesdienstbesuche erforderlich.

Diakon Günter Gerhardinger erläuterte an Hand von Bildern auf der großen Leinwand, wie mit den Firmlingen in den einzelnen Gruppen gearbeitet wird.

Das war für die Zuhörer sehr interessant und eindrucksvoll, und sie beneideten die Firmgruppen um die vielfältigen Angebote und Impulse.

Der Jugend wurde schließlich noch ganz kurz das soziale Engagement des Seniorenteams vorgestellt.

Damit die Veranstaltungen für die älteren Leute ein schönes Erlebnis werden, backen die Ehrenamtlichen Kuchen, waschen und bügeln die Tischdecken und sorgen für die Blumen auf den Tischen. Sie kümmern sich um Referenten, führen genau Buch über Ausgaben und Spenden für Kaffee und Kuchen und geben den Erlös im Pfarrbüro ab.Mit diesem übrig gebliebenen Geld können bedürftige Menschen von der Pfarrei unterstützt und die Sanierung des Kirchturmes mit finanziert werden. So kann soziale Arbeit wieder Soziales fördern.
Am Ende der Veranstaltung halfen die Firmlinge mit aufzuräumen. In einer Viertelstunde war der Pfarrsaal wieder in perfektem Zustand.
Somit wurde praktiziert, was den Firmlingen von Seiten des Teams als Leitspruch mitgegeben worden war: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ Das Motto „Miteinander-Füreinander“ wurde dadurch mit Leben gefüllt.

Ursula Koch

Weitere Bilder zu den Gesprächen mit den Senioren