Palmsonntag

 

Singt dem König Freudenpsalmen


Mit dem letzten Sonntag vor Ostern, dem sogenannten Palmsonntag, beginnt die Karwoche (auch Stille Woche). An diesem Sonntag wird an den Einzug Jesu in Jerusalem, der gleichzeitig der Beginn seines Leidensweges ist, erinnert. 
Schon früh haben sich verschiedene Bräuche rund um den Palmsonntag entwickelt.


Seit dem 8. Jahrhundert  wurden die Ereignisse des Palmsonntags in Palmprozessionen aufwendig nachgestellt. Bei den Prozessionen wurde oftmals eine lebensgroße Christusfigur auf einem lebendigen oder auch hölzernen Esel, dem sogenannte Palmesel, mitgeführt. In manchen Gemeinden wird diese Tradition auch heute noch gepflegt. 
Ein weiterer Brauch in der katholischen Kirche ist die Palmweihe. Da echte Palmzweige in Mitteleuropa nur schwer zu bekommen sind, werden für die Palmweihe meist andere grüne Zweige wie Buchsbaum, Wacholder, Weide oder auch Palmkätzchen verwendet.
Und so segnete Herr Pfarrer Borm bei sonnigem Wetter vor dem Pfarrheim die von zahlreichen Kindern und Gottesdienstbesuchern mitgebrachten bunten Palmbuschen und Palmzweige und besprengte sie mit Weihwasser. Anschließend wurden sie in einer Prozession zu den Klängen des Dachauer Blechbläserensembles in die Kirche getragen.
 
 
 



Nach der Messe werden die geweihten Zweige mit nach Hause genommen. Bevor sie zum Schutz vor Unheil und Krankheit hinter ein Kruzifix, einen Spiegel oder ein Heiligenbild gesteckt werden dürfen, müssen zuerst die Zweige aus dem letzten Jahr verbrannt werden. Die Zweige, die in der Kirche verbleiben, werden im darauffolgenden Jahr verbrannt und mit ihrer Asche das Aschenkreuz am Aschermittwoch gespendet.

Text und Bilder: Wolfgang Müller