Im Herzen von Dachau - St. Jakob

Ein Film von und mit Dieter Hentzschel am 2. Mai 2018

Über 50 Besucher kamen in den Pfarrsaal, um den schönen und interessanten Film von Dieter Hentzschel anzuschauen. Dieser hatte den Film gedreht, um die Pfarrei St. Jakob bei der Finanzierung der Sanierung ihres Kirchturms, des Wahrzeichens von Dachau, zu unterstützen. Denn der Erlös aus dem Verkauf der DVD dieses Films sollte der Pfarrei zugutekommen.




  Cover der DVD

Die Idee dazu hatte Dr. Günter Strittmatter von der Kirchenverwaltung der Pfarrei. Er gewann Kreisheimatpflegerin Dr. Birgitta Unger-Richter dafür, dass sie bei dem Projekt mitmachte und die sachkundige Moderation übernahm. Sie interviewte Persönlichkeiten, die einen engen Bezug zu der Kirche St. Jakob haben: Allen voran natürlich Pfarrer Wolfgang Borm, der sich sichtlich froh über die Außensanierung der Kirche und die Instandsetzung des Turmes äußerte.
Der Turm war im Inneren so marode, dass er nicht mehr betreten werden durfte. In einer Filmsequenz zeigte Herr Strittmatter das brüchige Treppenhaus, das zur Glockenstube führt, und das rissige Mauerwerk. Da hörte man ein ungläubiges Raunen unter den Zuschauern. Gästeführerin Anni Härtl erzählte über den Wohltäter Wilhelm Jocham, dessen eindrucksvolles Epitaph im Kircheninnenraum eingemauert ist. Kirchenmusiker Christian Baumgartner spielte eine barocke Komposition auf der Vleugels-Orgel vor und erklärte deren Besonderheiten. Stadtarchivar Andreas Bräunling äußerte sich zur berühmten Sonnenuhr an der südlichen Außenwand der Kirche. Kirchenpfleger Franz Blatt legte dar, welche Eigenleistung die Pfarrei aufbringen muss, welche Mittel die Erzdiözese zur Verfügung stellt und welchen Beitrag die Stadt Dachau gibt. Keramikerin Claudia Flach, die von ihrem Atelier aus auf den Kirchturm blicken kann, formulierte sehr anschaulich, wie sie sich mit dem Bauwerk verbunden fühlt. Und Edi Hörl erzählte, welche wichtigen Stationen in seinem Leben mit der Kirche St. Jakob zu tun hatten.
Dieter Hentzschel hatte Alexander Gasteiger als Kameramann zur Seite. Von dessen Drohne aus wurde die Sicht auf die Dächer der Häuser mit ihren Innenhöfen und über Kirche und Kirchturm aufgenommen. Wer in der Altstadt wohnt, hatte einen wunderschönen Blick auf sein Zuhause. Das war für die anwesenden Altstädter ein besonderer Eindruck, denn eine solche Ansicht hatten sie noch nie genießen können.
Etliche der Besucher, die nicht die Möglichkeit hatten, die Erstaufführung des Films zu sehen, äußerten sich dankbar, dass sie den Film sehen konnten. Wer den Film zum zweiten Mal sah, war noch mehr beeindruckt von der Qualität der Aufnahmen als beim ersten Mal.

Ursula Koch