Sankt Petersburger Duo

Predrag Petronijevic und Ljuba Suvorova am 5. Dezember 2018

Festliche Musik im Advent
Dieser Nachmittag bot Hochgenuss für das Gemüt. Herr Predrag Petronijevic, Violine, und seine Partnerin Frau Ljuba Suvorova, Klavier, sorgten für einen musikalischen Ausklang der Veranstaltungen unserer Seniorenrunde im Jahr 2018.



Zu Beginn stellte Herr Petronijevic seine Heimatstadt vor. Zar Peter der Große ließ die Stadt nach einem streng geometrischen Plan errichten. Sie sollte ein zweites Venedig mit vielen Kanälen und großzügigen Palästen werden. Dazu berief er italienische Baumeister und Künstler an den Hof. Zu den vielen Kanälen kam es -Gott sei Dank – aber nicht. Denn sonst hätte man sich noch heute auf kleinen Schiffen durch die Stadt bewegen müssen, meinte Herr Petronijevic schmunzelnd. Die Stadt Sankt Petersburg entwickelte sich zu einem bedeutenden Zentrum der Kultur auf Grund ihrer Musikhochschule mit international angesehenen Lehrern (vor allem für die Violine) und ihrem hervorragenden Theater und Ballett. Weltberühmt sind die riesige Kunstsammlung in der Eremitage und die wundervolle Isaakskathedrale, die zweitgrößte Kirche der Welt. Man merkte dem Erzähler an, wie tief verbunden er mit seiner Stadt ist, so ausgiebig schwärmte er von dieser Kunstmetropole. Und er lud seine Zuhörer/innen charmant ein, sie doch zu besuchen.



Das Duo hatte Musikstücke auf hohem Niveau ausgesucht. Und der Leiter des Duos gab dazu eine kurze Einführung. Als Einstieg spielten sie den beschwingten „Schneewalzer“. Den kannte man, und schon war man gespannt auf das weitere Programm. Dann brachte das Duo klassische Kompositionen zu Gehör, die man mit der Stadt Wien verbindet: Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven, Fritz Kreisler und Johann Strauß. Danach erklang ein virtuoses Stück des Spaniers Pablo de Sarasate. Natürlich durfte russische Musik nicht fehlen: ein Solo für Klavier von Sergej Rachmaninow und ein ukrainischer Tanz von Modest Mussorgski folgten. Mit Tänzen ging es weiter über Argentinien, Polen und Ungarn zurück nach Wien. Manch einer konnte beim letzten Stück „Wien, Wien, nur du allein“ leise mitsummen.



Es war sicherlich ein großartiges Erlebnis, die beiden Musiker so nah erleben und hören zu können. Man konnte die flinken Finger der Pianistin verfolgen und sehen, welche Technik es braucht, um die Violine zum Klingen zu bringen. Der lange Beifall zeugte davon, dass die Musiker mit ihrem abwechslungsreichen Programm die Herzen der Besucher/innen erobert hatten. Herr Pedronijevic bedankte sich herzlich, und er meinte, es hätte viel Freude gemacht, in einem so schönen Saal mit einer so guten Akustik spielen zu können.
Der Vorschlag, das Sankt Petersburger Duo wieder zu einem Auftritt in naher Zukunft einzuladen, fand großen Anklang.
Ursula Koch