Busausflug mit dem KDFB nach Maria Kirchental zur Bergmesse


Maria KirchentalDer Zweigverein Dachau des KDFB hatte für den 15. September 2011 zu einer Ausflugsfahrt ins Salzburger Land eingeladen. Zwei Busse sollten die reisebegeisterten Dachauerinnen zur Bergmesse nach Maria Kirchental bringen.

Den "Bergkristall unter den Wallfahrtsorten" hat der dortige Alterzbischof das beliebte Wander- und Ausflugsziel nach der Renovierung (vor gerade genau zehn Jahren) genannt. Der Gnadenort Maria Kirchental liegt 900 m hoch im Salzburger Land – in einem Hochtal auf dem Weg von Sankt Martin in die Loferer Steinberge. Der „Pinzgauer Dom“ dort, ein Zentralbau über kreuzförmigem Grundriss, wurde von 1694 bis 1701 im Stil des Barock von Johann Bernhard Fischer von Erlach erbaut.
 
Das Gnadenbild, eine farbig gefasste Holzskulptur, wurde wohl zu Beginn des 15. Jahrhunderts von einem unbekannten Künstler der Spätgotik für die Pfarrkirche von St. Martin geschaffen. Das Jesuskind auf dem Arm der Gottesmutter Maria trägt einen kleinen Vogel in seiner linken Hand. Mit dem Zeigefinger der anderen Hand deutet Jesus auf den Vogel, so als wollte er sagen: Seht euch die Vögel unter dem Himmel an. „Sie säen nicht und ernten nicht, sie haben keinen Speicher und keine Scheune; denn Gott ernährt sie. Wie viel mehr seid ihr wert als die Vögel!“ (Lukas 12)
 
 Maria KirchentalMaria Kirchental

Dieses Gnadenbild soll um das Jahr 1689 von einem Bauern in das abgelegene Hochtal heraufgebracht worden sein. Nach der Barockisierung der Pfarrkirche um 1680 behagte die Holzplastik „Maria mit dem Kinde“ dort nicht mehr, sie wurde ein Opfer des damaligen Zeitgeschmacks. Der Bauer stellte das Gnadenbild in die hölzerne Waldkapelle, die Holzknechte im Hochtal der Kircherbauern errichtet hatten. Wegen vieler erstaunlicher Gebetserhörungen, die sich rasend schnell herumsprachen, setzte sehr bald unvermittelt eine reger Wallfahrtsansturm ein. Unmengen von Votivtafeln bezeugen das. Schon nach fünf Jahren wurde mit dem Bau der Wallfahrtskirche begonnen.
 
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Dorthin also fuhren wir Dachauer KDFB-Mitglieder mit unseren zwei vollbesetzten Bussen. Herr Kaplan Josef Steindlmüller begleitete uns und zelebrierte den Gottesdienst. Da der sog. "Dom des Pinzgau" auf 900 m Höhe trotz 14% Steigung mit dem Bus erreicht werden kann, war es besonders für ältere oder gehbehinderte Frauen eine große Freude, wieder einmal ins Gebirge zu kommen. Doch auch schon die Busfahrt war ein Erlebnis für sich angesichts der Blumenpracht, die um diese goldene Spätsommerzeit die Gärten und Häuser schmückte.

Maria Kirchental

Diejenige unter den Teilnehmerinnen, die diesen milden, sonnigen Donnerstag wohl am dankbarsten als besonderen Feier- und Ruhetag in kostbarer Erinnerung behalten wird, ist jene rüstige 80-jährige Dame. Seit langem pflegt sie liebevoll ihren Ehemann nach seinem Schlaganfall. Und der schenkte ihr die Fahrt als kleines Dankeschön – allerdings nicht etwa nur den Fahrpreis, sondern natürlich auch die Kosten für die Aushilfspflegerin.
Bericht: Frau Nauderer   ---   Fotos: Frau Hrdina