Chronik > Bildberichte 2013 > Patrozinium in Sankt Jakob 2013 und Feier des 25-jährigen Priesterjubiläums von Pfarrer Wolfgang Borm



Dieses Jahr war das Patrozinium in St. Jakob etwas Besonderes, weil Pfr. Borm dabei sein 25-jähriges Priesterjubiläum mit uns gefeiert hat. Trotz der gefühlten 36 Grad Celsius im Schatten waren der Gottesdienst und das Pfarrfest gut besucht. Pfr. Borm mag sich an seine Primiz unter freiem Himmel in Bergkirchen vor 25 Jahren erinnert haben. Da hatte der "Wettergott" wohl kein Einsehen; "g'scheit gebraust" soll es haben, "richtig lausig" soll's gewesen sein.
 

Pater Klaus Spiegel hielt die Festpredigt. Er nahm Bezug auf den Primizspruch von Pfr. Borm aus dem Johannesevangelium 8,31: "Wenn ihr in meinem Wort bleibt, werdet ihr die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“

Pater Klaus stellte die Fragen: "Was ist Wahrheit? Was ist gültig? Gibt es Letztgültiges überhaupt?" ... Die moderne Gesellschaft gäbe sich aufgeklärt und demonstrativ gottlos - sei aber Gott nicht los. Die Sehnsucht nach Religiösem bleibe.

Wahrheit sei ein Lernprozess, da dürfe der Mensch Fehler machen, sich aber auch korrigieren lassen. Leben könne gelingen, wenn wir uns in Achtsamkeit führen ließen, wenn mit Engagement Gemeinschaften entstünden, die einen tieferen Sinn erkennen ließen. Dieser tiefere Sinn sei der Menschensohn - sei Jesus selbst.
 

Herr Blatt, Kirchenpfleger von St. Jakob, hielt eine sehr persönliche Rede. Er dankte Pfr. Borm für sein Wirken und dafür, dass wir an ihm einen Priester haben, der die Verkündigung der Frohbotschaft als sein Ideal ansieht.Herr Blatt dankte dem Herrgott, dass er Pfr. Borm in unsere Gemeinde gestellt hat, der uns als Hirte vorangeht und uns hineingeführt hat in den großen Pfarrverband.

In seiner Laudatio verglich Herr Müller, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates, den Beruf des Priesters mit einem Omnibusfahrer (Iat. "omnibus" = "für alle"). Pfr. Borm sei ein guter Busfahrer für uns alle geworden, der bei den Haltestellen des Lebens die Türen weit öffne und immer für Sprit im Tank sorge. Pfr. Borm solle immer wieder in den Pfarrverbandbus einsteigen und weiterfahren bis zum Ziel des Lebens bei Jesus Christus.
 

Pfr. Borm hat keine persönlichen Geschenke haben wollen. Seinen Wunsch würdigend, überreichten ihm Vertreter der Gremien einen Scheck für zwei Sozialprojekte in Bolivien und Ostafrika und einen Obstkorb mit 25 Früchten. Er bedankte sich herzlich bei allen und lud zum anschließenden Pfarrfest ein.
 

Im Pfarrheiminnenhof spendeten Pavillons den Gästen aus dem gesamten Pfarrverband reichlich Schatten. Die Pellheimer Musi spielte zünftig auf, und zum Essen gab es Schweinsbraten, dazu selbstgemachten Kartoffelsalat und Gegrilltes. Das Bier floss reichlich, was bei den "Mordstemperaturen" ja auch kein Wunder war.
 

Am Nachmittag gab es Kaffee und selbstgebackenen Kuchen. Und dann kam doch noch eine Überraschung: eine Jubiläumstorte, gestaltet wie ein Kelch mit Hostien drum herum für Pfr. Borm. Bis zum Nachmittag wurde in lustiger und lockerer Runde gefeiert.
Karin Heinze