Der Festgottesdienst zum Pfarrverbandsfest 2014

 
Als die große Festgemeinde am Sonntag, 27. Juli 2014, die folgenden Strophen zu Ehren des Pfarrpatrons sang, da war der feierliche Patroziniumsgottesdienst eigentlich schon fast vorbei:

Dich, Sankt Jakobus, wollen wir stets loben
und Gott, dem Herren, danken und ihn preisen,
der dich erwählte und für ew'ge Zeiten
hoch hat erhoben.

Uns're Gemeinde ist dir anbefohlen,
hilf, dass auch wir den Ruf des Herrn vernehmen,
freudig ihm folgen, von ihm Zeugnis geben.
Bitt' Gott am Throne.


Doch nicht nur dieses Patroziniumslied wird den Gottesdienstbesuchern in lieber Erinnerung bleiben. Die Feier bot während der eindreiviertel Stunden vorher außer der Predigt und der Eucharistie noch mehrere weitere besonders eindrucksvolle Höhepunkte.
 

Am 27. Juli 2014 feierte der Pfarrverband Dachau – St. Jakob nämlich sein Pfarrverbandsfest in der Pfarrkirche St. Jakob und im Pfarrheim von St. Jakob. Dieses Pfarrverbandsfest soll künftig in den vier Pfarreien im Wechsel, und zwar natürlich immer von allen Pfarrgemeinden gemeinsam begangen werden. Die Pfarrei St. Jakob feierte dabei heuer gleichzeitig ihr Patrozinium.
 

Bild oben links: Herr Diakon Gerhardinger trägt das Evangelium vor. Rechts: Herr Pfarrer Borm hält die Predigt. Der Text stammt aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus (Mt 20, 20-28):

(26)    … Wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein,
(27)    und wer bei euch der Erste sein will, soll euer Sklave sein.
(28)    Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen,
        um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen
        und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.

 

Im Rahmen des Festgottesdienstes konnte Herr Pfarrvikar Mieczysław Studzienny Glückwünsche und Gaben zu seinem 25-jährigen Priesterjubiläum in Empfang nehmen. Herr Studzienny wirkt nunmehr seit zwei Jahren in unserem Pfarrverband. Über wesentliche Eckpunkte seines Lebens, seines Denkens und seines priesterlichen Wirkens gibt ein kürzlich im Pfarrbrief veröffentlichtes Interview Auskunft.

Die im Presbyterium versammelten Ministranten aus dem gesamten Pfarrverband vereinigten sich, angeleitet von Frau Pastoralreferentin Susanne Deininger, zu einem launigen Chorensemble, mit dem sie ihren "Studzie" in zahllosen Strophen mannigfach hochleben ließen.
 

Herr Pfarrer und Dekan G.R. Wolfgang Borm konnte Gratulationen zu seinem 65. Geburtstag entgegennehmen. Seit November 2003 wirkt Wolfgang Borm als Pfarrer von St. Jakob in Dachau und seit Juli 2006 führt er den Pfarrverband St. Jakob, zu dem damals neben St. Jakob noch Pellheim, Etzenhausen, Prittlbach und Unterbachern gehörten. Seit 1. Mai 2011 leitet Pfarrer Borm den um die Pfarreien Mariä Himmelfahrt und St. Maria und St. Nikolaus Mitterndorf erweiterten Pfarrverband mit rund 15.000 Katholiken.

"Es ist ein Segen zu wissen, dass es Menschen wie Dich gibt: aufrichtige Zuhörer, Trostspender, Hoffnungsbringer und Vermittler von Gemeinschaft und Liebe. Du bist ein wahres Glück für unsere Gemeinde“, rief Kirchenpfleger Franz Blatt Herrn Pfarrer Borm zu. Und mit dem Ausspruch von Anselm Grün: "Jeder Mensch braucht im Haus seiner Seele besondere Räume des Schutzes und des schöpferischen Versunkenseins", mahnte er den Priester, "selbst zur Ruhe zu kommen, selbst aufzutanken, um dann mit seiner Berufung und einem weiten, offenen Herzen den Menschen begegnen zu können."
 
 
Der feierliche Rahmen wurde musikalisch vervollkommnet, ja veredelt durch die virtuose Darbietung von Wolfgang Amadeus Mozarts „Spatzenmesse“. Die Spatzenmesse in C-Dur (KV 220) aus dem Jahr 1776 ist eine „missa brevis et solemnis“, das heißt, dass sie zum einen zeitsparend knapp disponiert, zum anderen aber mit Trompeten und Pauken so prächtig besetzt ist wie eine große Messe. Den Beinamen „Spatzenmesse“ verdankt die Messe den eindrucksvollen Violinfiguren an den Allegrostellen des ‚Sanctus‘ und des ‚Benedictus‘.
 

Von guten Mächten wunderbar geborgen,
Erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
Und ganz gewiss an jedem neuen Tag.


Auch dieses gegen Schluss von allen Mitfeiernden gesungene Lied von Dietrich Bonhoeffer passte recht gut zu der frohen und dankbaren Stimmung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Festgottesdienst. Die gro0e Pfarrverbandsgemeinde empfindet sich - wie es in einem Grußtext während der Feier hieß - nicht nur "von guten Mächten wunderbar geborgen", nein, sie fühlt sich darüber hinaus auch von guten Menschen treu und wundervoll begleitet und geführt.
 

Und nach der feierlichen Messe wurde im Pfarrheim und im neugestalteten Innenhof des Pfarrzentrums gemeinsam beim Pfarrverbandsfest weitergefeiert. Das sommergemäße, freundliche Wetter spielte dabei angenehm mit.
 

D.R.